Klangfolge

Les hirondelles

swallows

 

Musique

 

Da flogen wir, da wanderten wir, wie Schwalben, von einem Frühling der Welt zum anderen.

Johann Christian Friedrich Hölderlin

 

 

Der durchgereichte Tag

Es gibt Tage, da frage ich mich abends, in welchem schwarzen Zeitloch die Stunden seit dem Aufstehen wohl verschwunden sind.

Der Tag heute war so einer. Gut, der Morgen war ganz normal, routiniert läuft alles seinen geordneten Gang. Sehr wichtig für mich übrigens, verschlafen ist mein persönlicher Alptraum, dann ist der Tag schon morgens gelaufen.

Mein Kind hat pünktlich das Haus verlassen, ich auch. Pünktlich erreichte ich das Handkusshaus, sichtete kurz den Büroschreibtisch, ich bin wieder Krankheitsvertretung, und bin dann zu einer kurzen Besprechung mit meiner Lieblingskollegin abgetaucht. Sie und ich, wir arbeiten von Beginn an eng zusammen, Kommunikation ist in abrechnungstechnischer Hinsicht alles. Sie hat mir Tee kredenzt, kommt gut nach dem morgendlichen Spaziergang zum Handkusshaus.

Ich habe abgerechnet, auch routiniert, mittlerweile sind mir die Abläufe in Fleisch und Blut übergegangen. Ich habe den Schreibtisch von beinahe allem Papierkram befreit, Zeit für eine Mittagspause blieb heute nicht, stattdessen stand eine kleine Schulung an. In der Firma, in der ich arbeite, wird sowas auf dem kurzen Dienstweg organisiert und abgehalten, was mir sehr gelegen kommt. In kleiner Runde auch mal ne Frage loswerden, später mutiert die Schulung zu einer kleinen Dienstberatung und zack!, sitze ich schon wieder am Schreibtisch in meinem anderen Wirkungskreis.

Allen Orten kann ich mich zurzeit nicht gerade über mangelnde Arbeit beklagen. So gesehen könnte ich täglich Überstunden knüppeln, ich muss das aber nun mal nicht und so ist jeder Tag pickepackevoll mit Arbeit.

Als ich das Haus verlasse, darf ich noch nicht nach Hause, zuerst will noch der Kühlschrank befüllt werden. Ohne Einkaufszettel kann ich mittlerweile gar nicht mehr einkaufen. Und ich will das auch gar nicht, wirtschaftlicher und nachhaltiger ist der geplante Einkauf allemal.
Auf dem Rückweg ein kurzer Stop bei der Fahrradwerkstatt des Vertrauens, mein Kind holt seinen durchgesichteten Drahtesel wieder ab. Dann heißt es buckeln, alle Einkäufe müssen etliche Stufen zum Kühlschrank überwinden. Fitness zum Feierabend, yeah.

Das Beste am Nachhausekommen ist zurzeit die Aussicht auf einen Matcha Latte. Ja, ich habe Matcha für mich entdeckt. Grünen Tee mag ich sehr, da lag natürlich ein Matcha-Test auf der Hand. Nun gibt es einen Tee-Kontor hoch oben im Norden, der bis vor Kurzem jedem, der Matcha bestellte, einen Matcha-Shaker kostenlos zur Verfügung stellte. Ich kam nicht umhin, zuzuschlagen und muss feststellen, einen Matcha Latte herzustellen ist ja noch einfachererer als Latte Macchiato. Und der Geschmack, ich schnall ab. Yummy.

Aber ich schweife ab …. Mein Kind ist nach dem Einkaufsgebuckel sofort wieder nach draußen gestürmt, schließlich muss er testen, ob das Fahrrad jetzt besser fährt, nachdem der Mechaniker es in der Mache hatte.
Ich gebe mir an Tagen wie diesen viel Musik und zwar verschiedener Coleur. Ich will gar nicht mehr denken, mich nicht mehr anstrengen, will nur mehr trödeln zwischen den Klängen der Songs, die ich so mag.

Es ist schon wieder so spät und ich genieße die obligatorische Golden Milk, bevor ich mich in mein Bett einrolle. Wo ist dieser Tag nur geblieben? Ich will achtsamer sein, das nehme ich mir ganz fest vor.

 

Die wahre Lebensweisheit besteht darin, im Alltäglichen das Wunderbare zu sehen.

Pearl S. Buck

 

 

Peng, der Knoten ist geplatzt!

Jaaaaa, es geht wieder bergauf, ich entwinde mich so langsam dem tiefen Tal, in dem ich seit ein paar Tagen festsitze. Himmel, fühlt sich das gerade gut an. Ich habe mich nicht gewehrt gegen diese Talfahrt, ich weiß, dass sowas in meinem Dasein regelmäßig wiederkehren wird. Nein, ich nehme jedes Gefühl als solches erst einmal an, es darf sein, ich muss es nicht mögen, aber ich werde es auch nicht ablehnen. Natürlich bereitet mir so eine Talfahrt auch massives Unbehagen, Erinnerungen an ganz düstere Zeiten werden wach, aber auch der Schwur, nie mehr ganz tief zu fallen.

Und so bin ich heute ziemlich beschwingt aus dem Bett gehüpft, habe Kaffee aufgesetzt, den stillen Morgen genossen und mich von der Sonne auf dem recht frischen Balkon wärmen lassen. Später habe ich die Ärmel hochgekrempelt und einen Teil der nie geschriebenen To-Do-Liste abgearbeitet. Mittags habe ich exotisch gekocht und nach einer kurzen Siesta haben wir die Fahrräder aus dem Keller geholt und sind einfach mal ins Blaue geradelt.

Atmen

Es war herrlich, immer so viel Wind, dass die Sonne nie nerven konnte.

Am See

Das Photographieren heute war der reinste Genuss. Ich habe mich voll ausgetobt und Zuhause am Rechner ging der Spaß munter weiter. Ja, da bin ich voll in meinem Element und mir tut das einfach gut, weil ich dann an nichts denken muss. Das ist quasi wie Meditation.

Brückenschlag

Ja, auch heute gibts Bilder in schwarz/weiß. Ich komme langsam auf den Geschmack, haha.

OO-Kind

Noch ist mein Seelchen nicht wieder bei 100 Prozent Leistung angekommen, ich gebe mir den ein oder anderen Tag, wieder bei NN zu landen. Ich bin aber zuversichtlich, dass ich das Schlimmste hinter mir habe, ab jetzt gehts nur mehr nach oben. Punkt.

Sie sehen übrigens bei Weitem nicht alle Bilder von heute, das sind nur vier von viel mehr.
Und hier noch der Soundtrack zum Berappeln, ich höre seit Tagen kein anderes Album mehr als « The Golden Age« , so ein geiles Teil! ♥

 

Was diese Kraft ist, kann ich nicht genau sagen; auf jeden Fall weiß ich, daß sie existiert und daß sie einem Menschen verfügbar wird, wenn er genau weiß, was er will und entschlossen ist, nicht aufzugeben, bis er es erreicht hat.

Alexander Graham Bell

 

 

Alltags bei Sterntaus

Es ist 6 Uhr, ja 6 Uhr, in den Ferien gönne ich mir die Viertelstunde länger immer, als mich der Wecker aus meinen Träumen holt.
Die Sonne scheint, ja!
Die Vögel zwitschern, JA!
Und mein Kopf schmerzt, och nö.

Mein Frühstück

Erst einmal frühstücken, momentan allein, da mein Ferienkind ausschlafen darf.
Heute auf dem Speiseplan: eine Scheibe Brot mit Pflaumenmus – eigenartig, Pflaumenmus mag ich sonst nur in der kalten Jahreszeit – ein Weinbergpfirsich, der soooo nach Sommer und Sonne schmeckt und der obligatorische Milchkaffetschko in doppelter Ausführung, sonst werde ich ja niemals wach, haha. Leeecker!

Das Shiva Eye und ich

Das Gute am Internet und den Menschen darin ist für mich, dass ich dort Menschen treffe, die ihre liebreizenden Spuren in meinem Leben hinterlassen. So trage ich heute um den Hals diese zauberhafte Kette. Rot, wie ich diese Farbe liebe! Der Anhänger ist ein magisches Shiva Eye und das Ganze wurde von einer besonderen Frau selbst hergestellt. Ob Sie es glauben, oder nicht, mit dieser Kette um den Hals fühle ich mich immer besonders gut.

Bevor ich das Haus verlasse, gebe ich mir noch die doppelte Dosis Magnesium, den Tipp gegen Kopfschmerzen erhielt ich gestern auch via Internet. Natürlich wirkt sowas nicht von jetzt auf gleich. Geduld ist gefragt. Im Büro musste ich dann leider doch noch zur Schmerztablette greifen, der Wirtschaftsplan für das kommende Jahr erforderte all meine Aufmerksamkeit. Übrigens, Herr Excel und ich sind in den letzten zwei Jahren richtig gute Freunde geworden, learning by doing fetzt so.

Jetzt lasse ich mir gerade von Alice Cooper den Schädel von links nach rechts und wieder zurück freipusten. Kann ja nicht schaden, außerdem macht der Bursche extrem gute Laune. Ich träume davon, mit einem VW Käfer durchs Brandenburgische zu tuckern und dabei so laut Alice Cooper zu hören, dass die Boxen aus der Hutablage hüpfen. Ja, wenn ich groß bin, mache ich das.

Auf den morgigen Tag freue ich mich schon sehr, ich besuche die Handkussmenschen. Außerdem rückt der Urlaub Stück für Stück näher. Noch 2,5 Wochen arbeiten und dann drei Wochen frei. Urlaub, du duftest verdammt gut.

Und Sie?
Mopsen Sie gepflegt?
Ja, bitte.

In diesem Sinne: schrööömmel!
 

Traum ist ein Stück vom Leben.

Rainer Maria Rilke

 

 

Der Siebenschläfertag 2013

Immerhin hat er sich redlich Mühe gegeben, der endlose Dauerregen hatte sich bereits gestern zum Glück weitgehend verzogen. Das wären ja Aussichten gewesen, puuuh. Mit dem Aufstehen zeigte sich die Sonne, kurz danach zogen diverse Wolken auf…

Siebenschläfermorgenhimmel

Später am Tag formierten sich viele Wolken zu einem Regen-Ensemble, während in meinem Kopf über dem rechten Auge eine fette Schmerzwolke implodierte. Dennoch erreichte ich trockenen Rades das Handkusshaus und nachmittags auch mein Zuhause.

Dieser Tag war merkwürdig, auch wenn ich wirklich viel abarbeiten konnte, beinahe ausschließlich für den anderen Geschäftsbereich. Gut, wenn es die moderne Technik erlaubt, miteinander vernetzt zu sein. Schlecht, wenn die Technik am Nachmittag in einen Generalstreik tritt. Na gut, so blieb dann doch noch die ein oder andere Minute, Gespräche zu führen, Menschen zu begegnen, zuzuhören. Und Erdbeertorte zu futtern :mrgreen:

Auf dem Nachhauseweg überholte mich ein Transporter und ich las beiläufig die Aufschrift. ‘Katholischer Korrosionsschutz’ stand dort. Äääääh?!? Riesengroße Fragezeichen über meinem Kopf … Ne, gar nicht! Dort steht ‘Kathodischer Korrosionsschutz’. Himmel, was man nicht alles liest, wenn sich die Woche dem Ende zuneigt. ‘Katholischer Korrosionsschutz’ … haha, ich muss an Lochfraß denken.

Ein bisschen bin ich froh, dass morgen Freitag ist. Mein Nacken ist enorm zickig und empfindlich zurzeit. So möchte ich ständig meinen Kopf anlehnen und aufstützen, weil die Halswirbelsäule den Kopf nicht mehr tragen mag. Morgen… morgen ist das schon viel besser. Ja. Und ich lausche meinem neuen Lieblingskomponisten Ludovico Einaudi, in dessen Musik ich mich verlieren könnte. Einfach so.

Dankbar. Sehr.
 

Während der Ebbe schrieb ich eine Zeile auf den Sand, in die ich alles legte, was mein Verstand und Geist enthält.
Während der Flut kehrte ich zurück, um die Worte zu lesen, und ich fand am Ufer nichts als meine Unwissenheit.

Khalil Gibran

 

 

Sommerdinge, die ich liebe

Sonne am Morgen. Hmmmm, ich mag es, wenn der Tag hell erleuchtet beginnt. Auch am Wochenende, ja. Lange schlafen ist bei mir sowieso kein Thema mehr, auch wenn ich zuvor bis spät in die Nacht telefoniert habe… Aber Sonne, ja, ich bin einen Sonnenkind.

Vanilla-Strawberry

Alle Luft zu mir. Im Sommer könnte ich theoretisch draußen wohnen. Ich habe die meiste Zeit alle Fenster der Wohnung geöffnet und genieße die ein oder andere frische Brise, die durch die Räume zieht, die die Vorhänge sanft bewegt und auf der Haut kitzelt.

In my heart

Powern. Auspowern. Himmel, wie ich es liebe, mir unter blauem Himmel die Seele aus dem Leib zu strampeln, solange bis das Herz beinahe aus der Brust hüpfen möchte. Aller Ballast, der sich in langen, kalten Wintern sammelt, fliegt weg. Einfach so und ziemlich BÄMM.

Verstandesschmeichler

Lavendel- und Apfelbaumträume. Auf Balkonien lebt wie immer Lavendel, dessen Duft mich an Orte der Sehnsucht befördert. Ich schließe meine Augen und bin überall dort, wo ich sein möchte. Die Anwesenheit eines Apfelbaumes vermag das Gleiche.

Gehst du mit mir?

La liberté d’été. Nie fühle ich mich so dermaßen frei wie im Sommer. Jeder Sommer ist der Sommer meines Lebens, jeder. Schuhe aus, rein in die Wiese, ich lasse mich vom Gras an den Füßen kitzeln und möchte nicht mehr aufhören zu quieken.

Wollen wir blaumachen?

Reichen Sie mir Ihre Hand, ich nehme Sie mit in den Sommer.
Lauschen Sie der Musik des Sommers.
Lassen Sie uns kichern, genießen, quieken und LEBEN.
 

Der Sommer macht den Menschen zum Träumer.

Paul Keller