Vorfrühling im Advent

Hier ist sowas wie Vorfrühling ausgebrochen. Ein ziemlich nasser und mitunter ziemlich windiger Vorfrühling. So habe ich am Morgen noch einen Jacken- und Schuhtausch vollzogen und bin etwas leichter bekleidet losgeradelt.

Die 19. Nuss

Ich habe es doch geahnt, im Büro erwartete mich ein großer Stapel Rechnungen. Klimperdiklimper, ich habe bis zum Feierabend alle in die Software gehämmert und bin dann während einer geschmeidigen Regenpause nach Hause geradelt. Und jetzt: Uuuurlaub! Unterbrochen nur von einem Montag, an dem ich mal ein paar Stündchen die Stellung halte. Das wird ein easy Tag werden, ich habe mich schon ein paar anderen Stellungshaltern zum gemeinsamen Frühstück verabredet.

Was ist das?!

Haben Sie eine Idee, was das sein könnte? Ein Walfisch, ja, gut erkannt. Ein Walfisch aus Holz. Uuuund …

Flaschenöffner

… ein Flaschenöffner. Ein Ergebnis der ersten beruflichen Orientierungswoche des Nachwuchses im Hause. Einen Teil verbrachte er im Bereich Verwaltung, den zweiten Teil im Bereich Holz. Beides hat ihm viel Freude gemacht. Noch strebt er eine Ausbildung im Holzhandwerk an, ich warte einfach ab, ob das in zwei Jahren auch noch der Fall ist. Seine erstes « Werkstück » hat er jedenfalls prima hingekriegt, ein Handschmeichler.

Ich bin sehr froh, dass ich diese Woche hinter mich gebracht habe, sie war eine harte Nuss. Ich bevorzuge die Adventsnüsse, leider nimmt deren Zahl täglich ab. Aber es gab auch, wie bereits berichtet, etliche Lichtblicke. In dieser Woche habe ich gleich zwei Mal gehört, wie gut ich abgenommen habe. Yeah, das pusht unsagbar, denn im Januar geht es weiter. Die letzte Etappe ruft, nicht mehr viel, dann bin ich an meinem Wohlfühlziel. Ich genieße jetzt aber erst einmal ein bisschen all den weihnachtlichen Mampfkram (und nehme trotzdem nicht mehr zu, La Ola!). Gleich zu Beginn der Woche bekam ich das Ergebnis für etwas, was ich in diesem Jahr zum ersten Mal in meinem Leben tat. Dieses Ergebnis hat mich selbst so sehr angerührt, dass ich es nicht ohne Pipi in den Augen auf mich wirken lassen konnte. Und da dieses Ergebnis einer breiten Masse an Menschen zugänglich ist, bekam ich völlig unerwartet ein besonderes Feedback einer mir zuvor gänzlich unbekannten Person. Mir sind beinahe die Augen aus dem Kopf gekullert, sowas hatte ich überhaupt nicht auf dem Plan.

Da kannst du müde und abgekämpft taumelnd durch die Tage streifen, die vielen lieben Menschen in meinem Sein lassen mich fliegen. Alter Falter. Ich bin gerade stolz, wie ich in diesem Jahr gewachsen bin, was ich alles erreicht habe und was ich alles hinter mir gelassen und für alle Zeit abgelegt habe. Fazit: Ich bin gut.

 

Dich wundert nicht des Sturmes Wucht, –
du hast ihn wachsen sehn; –
die Bäume flüchten. Ihre Flucht
schafft reitende Alleen.
Da weißt du, der, vor dem sie fliehn,
ist der, zu dem du gehst,
und deine Sinne singen ihn,
wenn du am Fenster stehst.

~ Rainer Maria Rilke

 

 

4 commentaires

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