Merkwürdige Zeiten

Die Hälfte des Advents ist nun vorüber und ich suche noch immer nach der Besinnlichkeit. Ich habe brav die Wohnung dekoriert, für Besinnlichkeit sorgt das nicht im Geringsten. Ich war schon auf drei Weihnachtsmärkten und einer Weihnachtsfeier, es tut sich nichts an der Herzbubbelfront. Davon abgesehen, dass mir die Zeit zum Backen fehlen würde, ich könnte mich heuer nicht wirklich dazu aufraffen. Ich sollte mich so langsam um die Weihnachtspost kümmern. Der Gedanke allein quält schon ein bisschen. Da ist kein Bock auf alles, was mit Weihnachten zu tun hat. Hilfe. Das kenne ich gar nicht.

Nachbarschaftsgeschenk

Gestern überbrachte ein Nachbar aus dem Haus eine kleine selbstgebastelte Gabe, darüber habe ich mich natürlich sehr gefreut. Vor einer Woche, kurz bevor mir hier unerwartet einiges um die Ohren flog, trug ich seiner Frau und ihm einen Einkaufskorb in die 3. Etage. Aber auch dieser Anblick beschert keine Weihnachtsstimmung.

Die aktuelle Gefühlslage ist wohl mein persönlicher Jahresabschluss. Einen Jahresrückblick wird es hier in diesem Jahr nicht geben, er würde ziemlich kurz ausfallen und ich kann auch bereits jetzt ein Fazit ziehen: Kraftakt, Baby! Damit ist alles gesagt. Nach dem Jahr 2000, was schon so ziemlich vor die Wand fuhr, folgt nun wieder so ein Jahr, das mir alles abverlangt hat. Die Spreu hat sich aufs Heftigste vom Weizen getrennt und ich erlebte ein blaues Wunder nach dem nächsten. Ehrlich, ich brauche nichts mehr und wenn ich könnte, würde ich mich ab kommenden Freitag für zwei Wochen auf eine einsame Insel verabschieden. Nichts mehr hören, nichts mehr sehen und am besten auch nichts mehr fühlen. Wenn das nur so einfach wäre …

 

Der Einsamste ist nicht der Stärkste, er ist nur einsamer.

Henrik Ibsen

 

 

18 commentaires

  1. Das Leben lebt wie es will.
    Manchmal können wir uns es offensichtlich nicht auswählen, wohin uns das Leben führen will. Gut ist es, wenn wir unser Ziel dabei nicht aus den Augen verlieren. Da sehe ich bei Dir eher keine Gefahr. Du glaubst an Dich selbst und vielleicht gibt es auch noch den einen oder die andere, die das auch tun.
    Vielleicht kannst Du ja « zwischen den Jahren » ein bisschen « Insel » verwirklichen. Und dann startest Du mit neuer Kraft ins neue Jahr!
    Zumindest wünsche ich Dir das.

    Lieben Gruß, M.

    1. Das Leben lebt? Es ist das Schicksal, nicht das Leben.
      Das Leben sorgt nur für das Leben, alles andere übernimmt das Schicksal.
      Und das ist ein verdammt hartnäckiger Bursche in meinem Fall.
      Ich glaube an mich … Ist das jetzt Wunschdenken?😀
      Ich muss an einem Tag zwischen den Jahren sowieso arbeiten.
      Ansonsten werde ich versuchen, mental abzuschalten.
      Und auf das neue Jahr hinfiebern.
      2014 ist für die Tonne.

      Liebe Grüße auch an dich.

  2. На необитаемом острове не будет всех прелестей цивилизации:-). можно на остров, но только если с обратным билетом, через неделю домой)

      1. Wie wär’s, wenn Du Dir daheim Deine eigene Insel baust. Telefonstecker raus, Türklingel aus, TV an, gutes Buch, Musik, Kuscheldecke und die Couch…..manchmal hilft schon diese kleine Insel! So nach dem Motto: Ich hab mich jetzt mal ein bisschen in Luft aufgelöst und ihr könnt mich alle mal! Wirkt bei mir Wunder🙂

  3. Hm?
    Zum Glück sagt mir Weihnachten nix und mit
    dem ganzen Rummel habe ich auch nix am Hut.

    Für mich war 2014 auch ne Katastrophe (Burnout).
    Aber was soll’s?
    Es ist wie es ist.
    Hauptsache ich verliere meinen Humor nicht, der ist
    mir das allerwichtigste auf diesem komischen Planeten
    mit dieser komische Art, ich nenne sie « homo obstupidus »,
    ein anderer Philosoph (MSS) nennt sie « homo demens ».😉

    1. Humor ist das Wichtigste, ohne dem kann man sich eigentlich gleich die Kugel geben.

      Burnout ist hart.
      Ich wünsch dir Kraft.
      Und viele Gründe zum Lachen.

      Ich hatte das auch schon. Und Depressionen. Und gemeines Gutmenschentum😉

      1. Danke dir.

        Gründe zum Lachen erschaffe ich am Laufmeter selbst,
        denn ich liebe es, wenn ich meine Frau zum Lachen
        bringen kann, und umgekehrt natürlich auch.

        Daher betrifft mich das Burnout eigentlich nicht persönlich,
        aber meine Arbeitsmoral ist ist auf dem Schrotthaufen.

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