Direkt auf Los

Ich erinnere mich noch gut an die kleine Welle, die mir vor fünf Jahren die Suche nach einem Job in den Blog gespült hat. Ich wollte immer nur den Job, den ich seit zwei Jahren und neun Monaten ausübe und seit heute mit viel besserer Bezahlung versehen darf. Genau das habe ich mir damals schon gewünscht.

Einzig, mir gab niemand eine Chance. Ich habe mich wie ein Teufel beworben, meine Bewerbungen war gut formuliert, das Drumherum war perfekt. Da war nichts zu machen. Ich hätte mich tausendfach bewerben können, es hätte alles nichts genutzt. Die Zeit war die falsche, meine Einstellung nicht rund genug. Ich habe mich mit Händen und Füßen gegen das Amt gewehrt und damit dafür gesorgt, dass alles andere blockiert wurde.

Ja, ich bin lernwillig, auch wenn es manchmal etwas länger dauert. Irgendwann habe ich kapiert, dass es mir nichts nutzt, in mir diesen Sturm gegen die Ungerechtigkeit ohne Unterlass toben zu lassen. Annehmen, was unvermeidbar ist. Dagegen ankämpfen füttert das Ganze mit den Energien, die dort gar nicht hingehören. Das musste ich verinnerlichen und war erfolgreich. Wie Sie sehen.

Auf diesen Tag heute fiebere ich seit mehr als neun Jahren hin. Ohne Job zu sein war für mich immer schwer. Ich habe mich geschämt. Ich habe mit mir selbst gehadert. Ich war oft so verzweifelt. Ich wollte arbeiten und niemand gab mir den Hauch einer Chance. Die letzten 33 Monate haben mir so viel Sicherheit, Selbstvertrauen und ein stückweit Normalität zurückgebracht. Ich bin dankbar. Ich durfte auf Projektbasis zeigen, dass ich willens bin, dass ich lernen will, dass ich eine feste Größe bin. Mir ist das ziemlich flott gelungen, denn um die Aussicht auf Festanstellung weiß ich bereits seit mehr als zwei Jahren.

Ich möchte Ihnen, denen es vielleicht ähnlich geht, sagen, dass es sich immer lohnt. Bleiben Sie am Ball, füttern Sie Ihre Hoffnung, vertrauen Sie dem Leben und Ihrem Schicksal, das es mit Sicherheit gut mit Ihnen meint. Und Sie werden belohnt.

Es gibt unter meinen Lesern ein paar Menschen, die kennen mich bereits seit einem Jahrzehnt, wissen um mein Dilemma und kennen meinen Weg. Sie sind Zeugen dafür, dass man es schaffen kann. Ein jeder kann das, ich weiß es. Und ich wünsche Ihnen auf Ihrem Weg nur das Beste, Vertrauen und Geduld. Denen, die mich hier mitunter runtergemacht und angefeindet haben, entgegne ich heute ein mildes Lächeln. Denen, die wie ne Mauer hinter mir standen, möchte ich danken für die Geduld und die Liebe, die sie mir entgegengebracht haben.

 

Liebe das, was dir widerfährt und zugemessen ist; denn was könnte dir angemessener sein?

Marc Aurel

 

 

5 commentaires

  1. … ohne weiterhin über « Gefängnis » gehen zu müssen…
    Deine zielgerichtete Beharrlichkeit ist bemerkenswert und hat Dir jetzt ein begehrtes Ergebnis erbracht, den gerechten Preis für Deinen Fleiß! Feiere das gebührend und freue Dich Deiner neuen Freiheit! Lieben Gruß, M.

    1. Lieber M.,
      diese Beharrlichkeit spiegelt eigentlich nur das, was ich immer wollte. Arbeiten.
      Hätte man mich nur eher mal gelassen😉
      Nein, alles gut, so wie es ist. Ich bin dankbar und sehr froh.
      Diese Freiheit fühlt sich so verdammt gut an…. ♥

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