unbeirrbar

Ich gehe meinen Weg. Und dieser Weg ist seit vierzig Jahren eine verdammt holprige Angelegenheit, die phasenweise tief in dunkle Talsohlen führte, aus denen ich mich mit fünfzigprozentiger Steigung wieder hinaufkämpfen durfte. Lediglich die ersten zehn Jahre waren durchweg von einem gold glänzenden Faden durchwirkt. Danach begann das, was sich Leben nennt. ‘Normal’ und ‘nach Plan’ hatte ich lange vor meiner Geburt abgewählt. Ich entschied mich für die Dramaqueen-Programmierung und diverse Umwege. Einfach kann ja jeder.

Maimorgen

Ich wurde oft schon belächelt und als Spinnerin abgetan für das, was mir wichtig ist. Früher habe ich mich oft erklärt, ich wollte, dass man mich und mein Denken und Handeln eventuell verstehen kann. Heute lebe ich und ziehe ‘mein Ding’ einfach durch. Nein, ich bin nicht immer nur gut drauf und optimistisch, die schwarzen Löcher befinden sich manchmal genau dort, wo ich am wenigsten damit rechne. Auch das: Leben.

Ich bin ein ziemlich konsequenter Mensch. Mein Alltag ist durchzogen von ziemlich viel Struktur, notwendige Hilfslinien, die mir Stabilität, aber auch sehr viel Freiraum verleihen, denn diese Struktur lässt mich arbeiten wie ein Teufel. Struktur und Spontaneität passen nur für Nullchecker nicht zusammen, ich lasse die Zügel los und hüpfe kopfüber in mein Leben, wenn mir danach ist.

Bilanziere ich meinen Werdegang bis zum heutigen Tag, so resümiere ich (m)eine Erfolgsgeschichte. Ohne Million auf dem Konto. Ohne Villa am See. Ohne Nobelkarosse vor dieser Villa. Ohne Urlaub seit beinahe zwanzig Jahren. In meinem Leben gibt es Liebe. Zunehmend von mir für mich. Gewaltig von anderen für mich. In meinem Leben gibt es Glück. Es gibt Dankbarkeit. Es gibt Freude. Und Halt. Deutet sich eine Talfahrt an, sind alle da, die in meinem Herzen wohnen. Welch großes Glück!

Und wenn in vierundzwanzig Tagen ein neuer Lebensabschnitt beginnt und ich meine Freiheit wiedererlange, so werde ich mitten in der überschäumenden Freude ganz andächtig und still und kann kaum glauben, wo ich einst stand und wo ich heute angekommen bin.

Ich gehe meinen Weg.
Strukturiert, wenn nötig.
Spontan, wenn möglich.
U n b e i r r b a r.
 

Ein konsequenter Mensch glaubt an das Schicksal, ein launenhafter an den Zufall.

Benjamin Disraeli

 

 

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