Adieu Arbeitswoche!

Da geht sie hin, die 14. Arbeitswoche des Jahres. Ich glaube, so schnell ist hier länger keine Woche mehr durchgebrettert. Momentan stört mich das allerdings nicht sonderlich, ich arbeite noch neun Tage und darf mich dann auf zehn freie Tage freuen. Und diesen Urlaub habe ich durchaus nötig.

Mein Arbeitspensum nimmt einfach nicht mehr ab, es wird stattdessem irgendwie immer mehr. Ich habe es bereits am Mittwoch geahnt, die Monatsabrechnung für das Handkusshaus obliegt nun auch meiner Verantwortung. Hurra. Eigentlich wollte ich mich ab Montag wieder meinem eigentlichen Aufgabenbereich widmen. Okay, dann eben nicht. Der Wille ist da, aber die Abrechnung geht vor. Meine Buchhalterin meinte heute « Ohne dich wären wir momentan einfach nur aufgeschmissen. » Ich weiß, wobei mir dieser Status eigentlich gar nicht liegt. Das Augenmerk aller richtet sich plötzlich auf mich, ich rücke in den Fokus und bin lieber eine, die sich gaaanz weit hinter allen anderen verstecken möchte.

Ich weiß um die Beweggründe und dennoch ist mir die mitunter mangelnde Loyalität mancher Menschen ihrem Job gegenüber äußerst fremd. Ich finde an meiner Arbeit mehr Pros als Kontras, immer schon, seit zwei Jahren und sieben Monaten, um es genau zu sagen. Es ist nicht alles perfekt, das wird es vermutlich auch niemals sein, die Erwartung stelle ich aber an meine Arbeit auch gar nicht, ich fänd das nämlich ehrlich gesagt ziemlich unheimlich, huh. Würde ich aber eine enorme Unzufriedenheit bei meinem Tun entwickeln, würde ich meine Siebensachen packen und nach einem neuen Job Ausschau halten. Es haut mich schier von den Socken, wie oft, lange und permanent manche Menschen bei ihrem Arbeitgeber Krankenscheine vorlegen. Für mich ist das auch ein Signal für massive Unzufriedenheit. Aber wer soll daran etwas ändern, wenn nicht der Betreffende selbst? Und dann kommt die große Feigheit ins Spiel, denn was man hat, das weiß man, was man bekommt, eben nicht. Dann belasse ich lieber alles beim Alten und schlage mich mehr schlecht als recht durch. Och ne, das ist nicht so meine Vorstellung vom Leben.

Ich freue mich sehr, beinahe wie wahnsinnig, dass ich jetzt zwei Tage frei haben darf, die ich mit all meinen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten zum Abschalten nutzen möchte. Am letzten Wochenende ist mir das hervorragend gelungen, ich bin zuversichtlich, dass ich aus den beiden kommenden Tagen auch das Beste herausholen werde. Das gibt Kraft und Nervenstärke für die Herausforderungen der neuen Woche. Beides habe ich bitter nötig.

 

Den Puls des eigenen Herzens fühlen.
Ruhe im Innern, Ruhe im Äußern.
Wieder Atem holen lernen, das ist es.

Christian Morgenstern

 

 

4 commentaires

  1. Das hast Du schön beschrieben; und ich denke genau so wie Du.

    Erhole Dich gut, hab` ein angenehmes Wochenende – und dann mit neuem Elan in die kommende Arbeitswoche🙂

    Viele Grüße
    Elena

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