Wie es so geht …

Nachdem sich der höchste Berg im Umkreis in den letzten Tagen wieder eine weiße Mütze übergestülpt hatte, kehrt jetzt ganz langsam der Frühling zurück. Die Wetterkapriolen haben mir allerfeinstes Kopfweh beschert, Sonntag und Montag hatte ich die Ehre, meinen Kopf mit einer Schraubzwinge bestückt durch die Weltgeschichte zu tragen. Mittlerweile habe ich dieses Thema durch die regelmäßige Einnahme von Magnesium ziemlich gut im Griff, aber wenn das Wetter so rumeiert, kapituliert mein Kopf.

Die Platzwunde an der Augenbraue des Teenagers kommt auch ganz langsam zur Ruhe. Alle Pflaster konnten entfernt werden und die erste Schicht Gewebekleber verabschiedet sich mit jedem Tag ein bisschen mehr. Ich denke, der Schmiss zaubert dem jungen Herrn in Zukunft etwas Interessantes ins Gesicht. Blaugerammelte Knie kann ja jeder. Haha.

Morgens

Im Büro kehrt langsam etwas Ruhe ein, auch wenn bislang niemand aus dem Krankenstand zurückgekehrt ist. Dafür haben sich die Handwerker und der Wirtschaftsprüfer aus dem Staub gemacht und Rechnungen respektive Berichte hinterlassen. Ich bereite alles für die nächste Abrechnung vor, jetzt mit weitaus mehr Ruhe als beim letzten Mal. Ich hopse munter zwischen kleinen Kindern und älteren Herrschaften hin und her, es macht mir immer weniger aus. Das Tohubawohu mache ich mir übrigens zum Freund, es gibt gar keine bessere Einarbeitung in die Materie.

Heute dauert meine persönliche Fastenzeit bereits sieben Wochen an und war es vor Jahren noch eine ziemliche Quälerei, ich gebe es zu, bin ich jetzt mit sehr viel Freude bei der Sache. Einmal mehr werde ich Dinge 1:1 im Alltag einbauen, d.h. im Einzelfall, ich werde noch mehr Produkte tierischen Ursprungs komplett von meinem Speiseplan streichen, auch wenn ich es vermutlich nie zum perfekten Veganer schaffen werde. Aber ich habe vor Jahren auch mal von mir gesagt, dass ich nicht gänzlich auf Fleisch verzichten kann und jetzt lebe ich schon seit sechs Jahren komplett vegetarisch. Sag niemals nie. Letzte Woche habe ich zum ersten Mal vegane Schokolade entdeckt und natürlich gekauft. Die werde ich an Ostern genüsslich probieren. Ich freue mich darauf. Sehr. Und ich bin sehr stolz auf mich, wie konsequent ich sein kann, wenn ich nur will. Ich trinke mittlerweile täglich mindestens 2,5 l vor allem grünen und Kräutertee. Ungesüßt. Zu jeder Mahlzeit gibt es frisches Obst und/oder Gemüse. Ich tobe mich täglich auf der Yogamatte aus und außerdem fühle ich mich sauwohl.

Es lässt sich also festhalten: Alles gut, alles außerordentlich gut.
Ich quieke.
 

Wach nenne ich den, der mit dem Verstand und Bewußstsein sich selbst, seine innersten unvernünftigen Kräfte, Triebe und Schwächen kennt und mit ihnen zu rechnen weiß.

Hermann Hesse

 

 

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