Und alles nur, weil ich dich liebe!

Ich stolpere an diesem Morgen über ein Zitat, das ich ein, zwei, drei Mal las und für so gut und erstrebenswert halte, dass ich seither immer wieder darüber nachdenke.

 

Ein Mensch, dessen Herz offen ist, fühlt mit, was die Menschen fühlen, mit denen er zu tun hat; er verteidigt sich nicht, greift nicht an, fühlt sich nicht angegriffen, gekränkt, verletzt, bedroht oder beleidigt. Nichts von dem, was andere tun, kann ihn persönlich treffen, denn er fühlt, was diese anderen bewegt. Er fühlt ihre Not, ihren Schmerz, ihre Bedrängnis in seinem eigenen Herzen.

Safi Nidiaye

 

Bislang hielt ich mich für zu emotional und zu sensibel, als dass mir das Fehlverhalten anderer Menschen nichts ausmachen würde. Irgendwie nahm ich immer alles persönlich, jede Verletzung geschah direkt an meine Adresse gerichtet. Entsprechend mies fühlte ich mich danach. Selbstverständlich gibt es Menschen, die merken sehr schnell, wie sie dich kleinmachen können, welche Felder sie bedienen müssen, damit du dich schuldig fühlst. Wie ein Pawlowscher Hund reagiere ich wieder und wieder nach Schema F und damit wird alles über kurz oder lang zu einem Selbstläufer. Es folgt der Moment des Aufwachens. Hoffentlich. Ich fühle mich ziemlich bescheuert. Zu Recht.

Niemand ist ein Arschloch. Eigentlich. Ein jeder Mensch will geliebt, geachtet und angenommen sein. Jeder. In meiner Wahrnehmung wurde bereits mancher Mensch zu einem Riesenarschloch, weil er sich mir gegenüber entsprechend aufführte. Stop! Das, was diese Empfindung auslöste, gehört nur zu meinem Gegenüber, nicht zu mir. Vielleicht bist du unsicher oder noch nicht bei dir selbst angekommen. Vielleicht ist es deine Art, mit dem Schmerz in deinem Herz, deiner Seele umzugehen. Es ist deine Sache, nicht meine. Ich werde mir deinen Gram nicht zu eigen machen, er darf sehr gern bei dir bleiben.

Es ist ein langer Weg, diese Denk- in eine Handlungsweise zu wandeln. Für mich ist es ein absolut erstrebenswerter Weg, losgelöst von allen Wertungen einen Jeden anzunehmen wie er nun mal ist und direkt in sein Herz blicken, das aus Liebe auch immer einen Tick schneller klopft, genau wie meins. Ja, das will ich.

 

 

3 commentaires

  1. Wunderschönes, berührendes Zitat. In der Tat halte ich es für sehr wichtig, sein Herz zu öffnen, auch wenn man sich dadurch selbst verletzlich macht. Aber nur so kann man Menschen mit Empathie begegnen und nur so kann man andere auch wirklich kennen lernen, ihnen helfen, ihre Maske ein bisschen abzulegen. Und das sind doch wundervolle Momente.

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