Haltet die Zeit an!

Das Arbeitstempo ist nicht mehr mit dem der letzten Woche vergleichbar, das würde ich auch nicht mehr länger aushalten. Dennoch ist unsagbar viel zu tun, trotzdem ist es laut und staubig in unseren Gängen, alles läuft irgendwie und doch drunter und drüber. Die Zeit rennt. Warum ist schon wieder Mittwoch? Ich komme gar nicht mehr hinterher. Mich schlauchen diese Zeiten ordentlich, ich friere andauernd, obwohl die Sonne scheint, ich schlafe zu wenig und fühle mich ein wenig neben der Spur. Es nutzt aber alles nichts, durch diesen Wust müssen wir jetzt alle durch, eine Änderung ist vorerst nur was Lärm, Dreck und die Wirtschaftsprüfer angeht in Sicht. Deren vorletzte Woche bei uns ist angebrochen und es wird schon ein bisschen schön sein, wenn sie wieder weg sind.

montags

Meine Highlights sind momentan eigentlich nur die Sonne, auch wenn ich sie nur aus dem Büro bestaunen kann, viel Musik und abends in aller Ruhe einen Salat zubereiten. Ich schnibbel mittlerweile für mein Leben gern Obst und Gemüse, das ist wie Meditation für mich, es bringt mich runter, auch nach dem anstrengendsten Tag im Büro.

Mittlerweile faste ich schon mal eben ganze fünf Wochen vor mich hin, der Spaß daran wächst mit jedem Jahr. Die Versuchungen sind gar keine mehr, wenn man es genau nimmt. Routiniert widerstehe ich und stelle fest, ich brauche den ganzen Naschkram irgendwie gar nicht wirklich. Was ich brauche, sind auch nur noch drei Mahlzeiten am Tag, das ewige Rumfuttern ist absolut überflüssig und wird von mir gänzlich abgeschafft. Wenn ich am Wochenende koche, dann nur noch vegan, auch das führt zu viel mehr Wohlbefinden. Dahingehend fühle ich mich gerade pudelwohl.

Ich freue mich, weil ich heute bis zum Feierabend einen großen Meilenstein abarbeiten konnte. Es ist eine der Zusatzaufgaben, eine, an der ich eigentlich dranbleiben müsste, die ich aber aus Zeitmangel von einer Ecke des Schreibtischs in die andere schieben musste seit letzter Woche. So langsam arbeite ich mich heran, morgen will ich mich der Ablage widmen, damit die Papierberge in meinem Rücken endlich verschwinden.

Der Freitag wird ein toller Arbeitstag. Dann gibt es wieder einmal einen Grund, das Büro zu verlassen und einem Ausflug beizuwohnen, den es nicht alle Tage gibt. Meine Lieblingskollegin ist auch dabei, wir dürfen uns nach drei Wochen endlich mal wieder umärmeln. Ich glaube, ich brauche das gerade ganz heftig. Jedenfalls soll das Wetter noch halten und wir werden einem Schaulaufen par excellence beiwohnen. Das wird bestimmt nicht minder lustig wie das Richtfest im letzten Herbst.

Fazit: Alles gar nicht so verkehrt, wenn man es genau nimmt.
 

Je mehr wir von uns verlangen, oder je mehr unsere jeweilige Aufgabe von uns verlangt, desto mehr sind wir auf die Kraftquelle der Meditation angewiesen, auf die immer neue Versöhnung von Seele und Geist.

Hermann Hesse

 

 

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