Borderliner

Ich kämpfe mit diesem Artikel ein bisschen gegen massive Übelkeit. Der Stress und das Zuviel an Informationen legen sich ungebremst auf meinen Magen und mir ist übel, als hätte ich entweder zuviel gegessen oder getrunken. Pfnüüüüh, ist das ekelhaft.

Ich habe zum Glück einen Chef, der mich zur Ruhe mahnt, ich darf mir alle Zeit der Welt lassen, ich darf auch Fehler machen. Er weiß um mein inneres Hibbeln, weil ich alles irgendwie schaffen will und er versucht, mir den Wind aus den Segeln zu nehmen. Es ist ihm nicht wirklich gelungen.

Was war das für ein Tag, ohne Worte. Ich habe endlich alle notwendigen Rechte in der Software erlangt. Ist schon blöde, dass ausgerechnet jetzt der IT-Kollege krank ist, das verkompliziert alles enorm und frisst eine Menge Zeit. Ich muss mir meine Megaaufgabe in ihre Bestandteile zerlegen, im Ganzen wirkt sie regelrecht bedrohlich. Ich brauche für den ersten Teil bis nach der Mittagspause, renne zwischendrin mehrfach durch das Haus, nehme dabei immer die Treppe, weil mir der Fahrstuhl heute mit seiner Enge alles andere als guttun würde. Zwischendurch weise ich gleich zwei Kollegen in die Geheimnisse eines Screenshots ein und bin mir sicher, beim nächsten Mal werde ich wieder gerufen.

Den Rest des Tages verbringe ich mit der Vorbereitung auf das Gros der Aufgabe. Es ist gut, organisiert zu arbeiten, sonst verliert man irgendwann den Überblick. Ich habe im Regal alles vorsortiert nach Themen und Bedeutung, für mehr Durchblick. Das hat mir sehr geholfen. Morgen drücke ich auf den Knopf und los gehts. Alles wird gut, etwas anderes lasse ich nicht gelten.

Ich muss jetzt einfach zur Ruhe kommen, auch wenn in mir ein nicht enden wollender Sturm tobt. Ich stoße heute massiv an meine Grenzen und muss gerade sehr gut auf mich aufpassen. Gefreut habe ich mich über den Anruf meiner Lieblingskollegin aus dem Handkusshaus, sie sorgt sich schwer um mich. Ja, sie kennt mich schon recht gut. Und bei Weitem besser als jene Menschen, die sich Familie nennen.

Aber ich werde die Balance halten und diesen Drahtseilakt meistern.
Ich will.
Ich werde.
.
 

Alle Schranken sind bloß des Übersteigens wegen da.

Novalis

 

 

6 commentaires

    1. « Das Einmalige an einer Freundschaft ist weder die Hand, die sich einem entgegenstreckt, noch das freundliche Lächeln oder die angenehme Gesellschaft. Das Einmalige an ihr ist die geistige Inspiration, die man erhält, wenn man merkt, daß jemand an einen glaubt…. » Ralph Waldo Emerson
      🙂

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