stay cool

Die Schulen haben ihre Schützlinge wieder. Zwei Wochen Ferien sind schon wieder vorbei und das nächste Schulhalbjahr beginnt, im Schweinsgalopp seinem Finale entgegen zu hasten. Mit einem Schulkind im Haus hetzt man von einem Schuljahr zum nächsten, von Elternabend zu Elternabend und fragt sich immer wieder « Habe ich nicht erst auf diesen verdammt harten Stühlen gesessen und mir danach den schmerzenden Hintern auf dem Heimweg mit dem Rad auslüften müssen? » Verrückt.

So gesehen war das ein gebrauchter Montag und zwar auf ganzer Ebene. Dabei begann der Tag wie jeder normale andere Tag auch. Ich radelte mit meiner momenten Lieblingsmusik im Ohr (ja, nicht gut, ich weiß!) durch den Morgen und kam herrlich erfrischt an, habe das Fahrrad in den Firmenkeller getragen und mich auf den Weg nach oben gemacht. Ich kam nicht weit, wurde mal eben ‘verhaftet’ und mit einem megagroßen Zusatzpaket an Arbeit versehen. Dabei habe ich auch so einen Packen Arbeit auf dem TIsch liegen. Das Handkusshaus werde ich also in dieser Woche wohl nicht besuchen, ich muss arbeiten wie ein Teufel.

Der parkende Dienstwagen meines Chefs wurde heute von einem führerlos herumrollenden Fahrzeug geschubst. Der große Bau beginnt, der kleine stagniert irgendwie. Etliche Kollegen kränkeln vor sich hin und ich musste heute wirklich ganz arg bei mir selbst bleiben, um nicht wie ein aufgescheuchtes Huhn durch das Büro zu flitzen, weil ich den Wald vor lauter Arbeit nicht mehr sehe. Ich weiß, dass ich bislang alle mir übertragenen Aufgaben abarbeiten konnte, selbst die kniffligsten Dinge habe ich hingekriegt. Deshalb muss ich mich jetzt nicht verrückt machen, gar nicht.

Quinoa-Salat

Ich habe mich auf dem Heimweg mit dem Rad ausgepowert, bis mir die Zunge aus dem Hals hing. Brauchte ich einfach als Beweis, dass ich nicht zwischen den Papierstapeln verschütt gegangen bin. Eine große Tasse Tee später hatte ich mich wieder ein bisschen berappelt und habe mich in meiner Küche verschanzt. Ich habe Bock auf Quinoa-Salat. Den gibt es mittags im Büro und ich freue mich darauf. Gemüse schnippeln und Kochen bringen mich außerordentlich gut auf den Boden der Tatsachen zurück. Das ist so meditativ, erinnert mich ein bisschen ans Malen, da war ich auch enorm bei mir.

Diese Woche wird eine Herausforderung, sie wird mir viel abverlangen und ich werde ganz cool bleiben und routiniert abarbeiten, was sich an Bergen vor mir auftürmt. Ich kann alles schaffen, wenn ich bei mir bleibe und nicht in Angst und Panik ausbreche.

 

Wirf deine Angst ab, verlaß dich auf deine inneren Hilfsquellen, vertraue dem Leben, und es wird dir’s vergelten. Du vermagst mehr als du denkst.

Ralph Waldo Emerson

 

 

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