1. Urlaubstag

Meine innere Uhr funktioniert prima. Diese Erfahrung durfte ich heute machen, als ich um 6.30 Uhr wach wurde. Ich habe noch ein bisschen in den stetig heller werdenden Himmel geschaut, in dieser Zeit verdunkele ich das Schlafzimmerfenster noch nicht, weil ich zum Einschlafen gern in die Sterne schaue. Als sich das Zimmer langsam rosa und orange einfärbt, bin ich leise auf den Balkon geschlichen.

soleil

Nach dem gemeinsamen Frühstück bin ich hier durchgestartet wie ein geölter Blitz. Nun sind alle Fenster wieder sauber und ich darf freie Sicht zur Frühlingssonne hin genießen. Es war höchste Zeit, den blödbommeligen Winterdreck wollte ich nicht mehr sehen. Nachdem der Nachwuchs satt und zufrieden vom Mittagstisch aufgestanden und der Kühlschrank wieder aufgefüllt war, haben wir die Räder aus dem Keller geholt und sind an den See gefahren.

Der Teich vor dem See

Vor dem See waren wir am Teich. Mit Anglern. Und Enten.

Am See

Am See weht meistens Wind. Solcher, der einem alle Gedanken aus dem Kopf pustet, einen gedanklich völlig auf den Kopf stellt und manchmal auch für Durchblick sorgt.

Am See

In dieser Zeit vertreiben sich nur wenige Menschen ihre Zeit dort. Meistens sind es Jogger oder Nordic Walker, die durch die Landschaft hasten.

it's me

Mir hat dieser kleine Ausflug sehr gut getan, ich habe mir viel Zeit genommen, alles genau zu betrachten und in mich aufzunehmen.

Am See

Aufgewirbelt durch den Wind, plätschern viele kleine Wellen unaufhörlich ans Ufer. Meditation. Wäre es nicht so kalt, am liebsten hätte ich mir die Schuhe von den Füßen gestriffen und meine Füße in den Sand gestellt.

Am See

Wir waren warm eingemummelt, haben uns auf eine Plattform gesetzt, die eigentlich im Sommer von den Sonnenanbetern genutzt wird und haben die noch recht frische Vorfrühlingsluft in jedes Lungenbläschen befördert.

Plätscher

Wir durften uns beide über Rotbäckchen freuen, als wir die Fahrräder wieder in den Keller bugsierten und die Wohnung betraten. Ich denke, dieser kleine Ausflug hat uns beiden gut getan. Vor einem Jahr wäre das so gar nicht möglich gewesen, wir befanden uns fest im Klammergriff des Winters. Das aktuelle Wetter liegt mir weit mehr.

Abends... hier so...

Nun habe ich dieses mummelige Wohlfühllevel erreicht, es geht mir so irre gut. Kaum zu glauben, aber doch wahr. Ich genieße…

 

Sich der Natur zuwenden, das Ewige dem Vergänglichen, das im tiefsten Gesetzmäßige dem vorübergehend Begründeten vorziehen!

Rainer Maria Rilke

 

 

2 commentaires

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