turbulent

Gestern schien die Sonne.
Den lieben langen Tag.
Wir waren Vitamin D tanken.
Der Tag war gut.
Abends kam die Panik.

Ich weiß bis heute nicht, was der Auslöser war. Auf einmal waren da soviel Angst, Tränen, Übelkeit und Hilflosigkeit. Mir sind derlei Anwandlungen nicht neu, wer einmal Depressionen hatte, muss immer aufpassen, vergleichbar einem trockenen Alkoholiker. Es heißt, sofort alle nur denkbaren Gegenmaßnahmen zu treffen, denn diese Gefühle sollen sich um alles in der Welt nie mehr einnisten in mir. Wie immer kann ich auf meine Freunde bauen, zur rechten Zeit ist jemand zur Stelle und hört zu.

Es ist mir gelungen, den Gedankenkreisel in einem Ritual anzuhalten, mich ins Bett zu legen und ziemlich flott einzuschlafen. Am Morgen wurde ich kurz vor dem Wecker wach und mit einem ersten zarten Vogelgezwitscher begrüßt. Ausgezeichnet, damit war ein Polster aufgestellt, in dem ich notfalls weich gelandet wäre.

Im Büro geht es momentan ziemlich drunter und drüber. Einer tiefgreifenden Renovierung halber befinden sich Teile der Büroküchen-Ausstattung in meinem Büro. Ich fühle mich, als würde ich selbst mitten in einem Umzug stecken. Dazu wuseln verschiedene Handwerker und der Wirtschaftsprüfer durch die Gänge. Vorteil? Ich war bestens abgelenkt und habe mich ganz nebenbei ziemlich rekultiviert. Unser Papierverbrauch steigt gerade in enorme Höhen, wir drucken wie die Teufel. Tja, alles für den netten Mann mit den Ärmelschonern. Dieser Tag hat sich gleich einem Wimpernschlag atomisiert.

Hyazinthe

Zuhause wartete dieser hübsche Blickfang auf mich. Und die Fertigstellung einer letzten Etappe hin zu meiner baldigen Freiheit. Gefühlsmäßig kam das heute einem Befreiungsschlag gleich, es war mir eine Wonne, die zwei großen und einen kleinen Briefumschlag mit viel Papier zu bestücken. Morgen geht die Post auf Reisen, dann heißt es warten, einmal die Ergebnisse noch verteilen und danach darf ich mich hemmungslos der Vorfreude hingeben. Gar nicht mehr lang hin bis zum Tag X…

Für mich ist morgen übrigens Freitag, kein kurzer Tag zwar, aber die Arbeitswoche neigt sich für mich dann schon wieder ihrem Ende zu. Ich freue mich und will mich unbedingt mental ausklinken, ich brauche das sehr.

 

Nachts im Wald

Bist du nie des Nachts durch den Wald gegangen,
wo du deinen eigenen Fuß nicht sahst?
Doch ein Wissen überwand dein Bangen:
Dich führt der Weg.

Hält dich Leid und Trübsal nie umfangen,
daß du zitterst, welchem Ziel du nahst?
Doch ein Wissen übermannt dein Bangen:
Dich führt dein Weg.

Christian Morgenstern

 

 

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