Himmlisch und so

Wenn ein Tag schon mit Leuchtfeuerwerk aus dem Osten beginnt, kann er nur gut werden.

Leuchtfeuerhimmel

Und ja, dieser Tag war richtig gut, verdammt anstrengend, aber ansonsten perfekt. Ich habe im Büro einen gewaltigen Berg weggearbeitet, mein Schreibtisch war dermaßen vollgepackt, dass ich meine Tastatur nur mehr über Umwege erreicht habe. Ich musste meinen Chef unverrichteter Dinge wegschicken, keine Zeit für irgendwelche Extrajobs. Manchmal plant er auch was zusammen, dann kommt alles auf einmal und die Hütte brennt. Ich kann ihm aber nicht böse sein, sondern muss mit einem Grinsen an die Zeit vor einem Jahr denken, da gab es die gleiche Thematik auch schon, in der Geschäftsstelle waren bis auf meinen Chef und eine Kollegin alle krank bzw. im Urlaub und ich habe meinen Arbeitsplatz in das Chefbüro verlegt und Unterlagen für eine wichtige Verhandlung sortiert. Phasenweise befand ich mich ganz allein in der Etage und habe mich ziemlich gegruselt.

Losgehhimmel

Vorhin habe ich ein wenig im Archiv des Blogs gestöbert, was habe ich vor einem, zwei, drei Jahren im Februar getan, gefühlt, gedacht. Faszinierend, denn das Lesen der alten Beiträge hält mir meine eigene Entwicklung vor Augen. Ich bin noch nicht so gut mit mir befreundet, deshalb fällt es mir nach wie vor schwer, Worte wie diese zu glauben, anzunehmen, zu verinnerlichen: « […] Phönix aus der Asche, ich sage es dir. Du bist nicht mehr ansatzweise der Mensch, den ich vor 10 Jahren kennenlernte. Über dich hinausgewachsen trifft fast nicht den Kern der Sache, du hast dich komplett verwandelt. […] » Wie gut, dass es Freunde und Blogs gibt. Eines Tages bin ich bei mir. Ja.

Belohnungshimmel

Wir steuern in Windeseile auf das Wochenende zu, wieder ist eine Woche wie im Flug vergangen. Ich freue mich auf morgen. Ich werde im Ferienmodus in den Tag starten, ich werde das Fahrrad aus dem Keller holen, ich werde eine lange Umarmung genießen, ich werde lachen, ich werde glücklich sein, ich werde mich von ein paar Zentimetern Haar trennen. Ich werde leben und atmen und mein Leben feiern.

 

Leben, das ist das Allerseltenste in der Welt – die meisten Menschen existieren nur.

Oscar Wilde

 

 

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