Herzbubbeln deluxe

Eine gefühlte Minute, nach dem ich eingeschlafen bin, hat mich mein Wecker schon wieder geweckt. Irgendwie ist er auch nicht ganz dicht. Zuerst dreht er an sich selbst und dann veranstaltet er einen Mordsradau, wo ich gerade so kuschelig geträumt habe. Blödbommel, die.

Heute gibt es keinen Traumzaubermorgenhimmel für mich zu bestaunen. Da ist nur Grau und davon ganz viel. Aber es nutzt ja nichts, ich schaffe es mit meinem Morgenritual trotzdem einigermaßen aufgeräumt in den Tag. Heute bin ich per pedes unterwegs, denn nach der Arbeit holt mich mein Kind samt Chauffeur zum Wocheneinkauf ab. Ich habe Musik im Ohr und atme in den 15 Minuten ganz bewusst, auch das ein tägliches Ritual mittlerweile.

Liebe fließt aus meinen Händen

Ich arbeite weiter an, in und mit Listen aller Art. Das ist eine sehr fade Angelegenheit, es heißt, achtsam zu bleiben, damit nicht alles wie ein großes Getose an mir vorbeirauscht. Wie ich mich so auf die Zahlen vor mir konzentriere, fließt mir glatt die Liebe aus den Fingern und verewigt sich auf dem Papier in einer gewöhnlichen 8. Ich quieke und schon bubbelt mein kleines Herzchen los wie wild.

Es gab noch eine kleine Herausforderung für die Kollegendamen und mich zu bestehen. Unser IT-Kollege ist weiterhin krank und ausgerechnet heute hatte unser Kopierer-Scanner-Fax-Drucker die Nase gestrichen voll. Er nennt seine Nase ‘Resttonerbehälter’ und wir begaben uns in Teamwork gemeinsam auf die Suche nach diesem Ding. Hinter irgendeiner der vielen Klappen muss sich die Nase doch finden lassen. Ich glaube, wir haben so ziemlich jede denkbare Klappe geöffnet, aber erst, nachdem wir das Monstrum eingedreht haben, fanden wir die entscheidende. Ich habe einen Müllbeutel gezückt, den Tonerstaub galant entleert und schon konnte es weitergehen. Ich mag meinen Job schon allein wegen diesem Teamdenken so sehr.

Zum letzten Mal

Als ich den Einkauf aus dem Auto hieve, das Kind derweil den Briefkasten öffnet, höre ich ihn « Oh oh! » seufzen. Er hält mir den Brief meines Lieblingsamtes unter die Nase und mir bleibt nichts anderes übrig, als von einem Ohr zum anderen zu grinsen. Dieser Brief läutet sozusagen meinen privaten kleinen Zielsprint ein. Einmal noch Formulare ausfüllen und Kopien anfertigen, dreimal noch alles verteilen und dann zick!, alles vorbei und ich bin frei! In drei Monaten werde ich vermutlich bereits bis zum Platzen angespannt sein, weil mein neues Leben dann nur noch ein paar Tage entfernt zum Greifen nah ist. Tja, alles neu macht der Mai. ♥

Himmel, fühlt sich das alles genial an!
 

Ein tiefer Mensch glaubt an Wunder und ist ihrer gewärtig, glaubt an Magie, glaubt, daß der Redner seinen Gegner vernichten kann, glaubt, daß der böse Blick verzaubern kann, glaubt, daß der Segensspruch, der aus dem Herzen kommt, heilen kann, daß Liebe unser Können erweitert und alle Hindernisse besiegt.

Ralph Waldo Emerson

 

 

6 commentaires

    1. Aufgeben? Bitte niemals!
      Es lohnt sich immer. Immer.
      Manchmal wird die Geduld geprüft, werde Steine vor die Füße gerollt, aber es lohnt sich, auszuharren, nicht aufzugeben und weiterzugehen. Ich verspreche es.

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