Mehr Betroffene als Betroffenheit – « Häusliche Gewalt »

Dies ist eigentlich kein Tag für solche Themen, nein, aber solche Themen suchten sich früher auch niemals aus, wann sie in mein Leben platzten. Diesen wirklich gut formulierten und treffenden Zufallsfund möchte ich Ihnen nicht vorenthalten und offen, wie ich bin, gebe ich zu, dass dieses Thema mich für ein paar Jahre sehr massiv begleitet hat.

Auf die Frage nach dem Warum, kann ich Ihnen bestensfalls Mutmaßungen anbieten. Vermutlich gibt es niemals eine Antwort darauf. Dafür habe ich tiefen Frieden mit diesem Thema gefunden. Ich bin heute auch so wie ich bin, weil ich einst sehr oft Angst hatte, nach Hause zu gehen, weil ich immer darauf bedacht war, keinen Fehler zu machen, weil ich lange brauchte, mich selbst wieder zu lieben. Ich arbeite bis heute daran.

Ich war jung und hatte Träume, heute bin ich reifer und würde sowas nie mehr zulassen. Das Leben. Ist manchmal ziemlich hart. Ja.

 

 

Gewalltag

Ich habe häusliche Gewalt erlebt und darüber nicht viele Worte verloren. So wie die meisten. Vor ein paar Tagen habe ich verstanden, warum das so ist und begriffen, dass diese Gewalt viel mehr Menschen widerfährt als uns bewusst ist. Denn die Gewalt beginnt längst vor den Schlägen und betroffen sind sogar sehr viele, die das gar nicht wissen. Ein Versuch der Analyse von häuslicher Gewalt aus der Perspektive einer Betroffenen.

« DU? »

Das ist meist die erste ungläubige Reaktion, die ich zu hören bekomme, wenn ich es erwähne. Eine Frau wie ich, die sich zu wehren weiß, die für sich einsteht, die doch offenbar über Selbstbewusstsein verfügt, hat sich so etwas gefallen lassen? Ja, das habe ich. Ich wurde von einem Expartner seelisch und körperlich gequält und habe das nicht nur lange Zeit über mich ergehen lassen, sondern auch noch mit unendlicher Liebe darauf geantwortet. Weil Selbstbewusstsein oder Courage völlig unerhelich…

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3 commentaires

  1. Ein sehr guter Beitrag. Hab ihn aufmerksam gelesen und konnte an vielen Stellen zustimmen. Einer der wenigen Beiträge, die ich über dieses Thema las, die nicht nur den Finger ausstrecken und sagen – Du bist schuld und böse!
    Sondern den Verlauf aufzeigen, das aufeinander wirken, das gegenseitige Bestärken, was die Spirale am Laufen hält.
    Danke dafür.

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