Money, money, money

Welch unspektakuläres Wort für etwas, was bei vielen Menschen den Ausdruck der Augen abrupt verändert, was manchen schon hinter schwedische Gardinen brachte, Streit, ja gar Kriege heraufbeschwor. Geld. Hm.

Ich hatte davon immer so viel, dass ich leben konnte, ein Dach über dem Kopf hatte, satt wurde. Ich konnte mir noch nie ein eigenes Auto leisten oder richtigen Urlaub buchen. Für mich ist das völlig in Ordnung, während andere ohne Auto oder Urlaub nicht leben könnten. Sagen sie. Was bleibt einem anderes übrig, wenn es nie für diesen Luxus reicht respektive ich nicht gewillt bin, mich dafür in Schulden zu stürzen? Ich habe noch nie in meinem Leben Schulden gemacht. Was ich nicht sofort bezahlen kann, das steht mir nicht zu. So wurde ich erzogen. So lebe ich. Übrigens habe ich auch noch nie in meinem Leben etwas geklaut, nicht einmal als Kind/Jugendliche im Konsum eine Packung Kaugummi.

Ich bin erstaunt, bei wie vielen Menschen sich das mitunter tägliche Denken um das (für mich gar nicht so) liebe Geld dreht. Für mich hat Geld mehr den Stellenwert eines notwendigen Übels, würde nicht unser täglich Brot davon abhängen, wären mir bedrucktes Papier und gestanztes Metall vollkommen Bummi. Mitunter verwundert mich, wer wie zu diesem Thema steht. Geiz ist auch so ein Thema, das mich den Kopf schütteln lässt. Ich glaube, ich bin ein großzügiger Mensch, verschenke viel, was andere zu Geld machen würden. Ich gebe gern, wenn ich anderen eine Freude machen kann. Auch wenn ich zugeben muss, dass ich mit der Normalität, mit der so mancher nimmt, auch mitunter Schwierigkeiten habe. Eine einfaches « Danke » wäre gar nicht so verkehrt.

Die besten Dinge im Leben sind aber mit Geld sowieso nicht zu bezahlen. Die Schönheit unserer Welt, Blumen, Schmetterlinge, blauer Himmel, gemeinsam lachen, gemeinsam weinen, sich umarmen, Freundschaft, Liebe, Frieden, der Geschmack von Erdbeeren … Und die Möhren-Hörnchen, die ich vorgestern gebacken habe. Haha.

Sehen Sie selbst, diesen Augenschmaus gibts für jeden ohne auch nur einen Cent dafür zahlen zu müssen.
(Ludovico Einaudi ist übrigens einer meiner Lieblingspianokünstler, hach!)

Warum dieses Thema heute? Ich sehe und spüre, wie jemand aus Geiz an etwas sparen will, das mir enorm wichtig ist. Ich wünsche demjenigen, dass dieses Verhalten niemals bereut wird.

 

Kriege führen auch die Ameisen, Staaten haben auch die Bienen, Reichtümer sammeln auch die Hamster. Deine Seele sucht andere Wege, und wo sie zu kurz kommt, wo du auf ihre Kosten Erfolge hast, blüht dir kein Glück. Denn «Glück» empfinden kann nur die Seele, nicht der Verstand, nicht Bauch, Kopf oder Geldbeutel.

Hermann Hesse

 

 

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