Ich bin noch da

Eigentlich war ich nie weg. Nur der PC trat eine Reise an. Seine letzte, um es genau zu sagen. Sein Herzstück, also das Mainboard, streikte zum zweiten Mal innerhalb von nur fünf Jahren. Das spricht für eher schlechte Qualität, obwohl der Rechner so preiswert nun auch nicht war.

Ich entschloss mich für einen Neukauf und da ich jetzt nicht so der Profi in Sachen technische Eckdaten und was man so brauchen müsste/könnte/sollte bin, musste ich zunächst einmal recherchieren. Das dauert und geht nicht mal eben innerhalb einer Woche.

Nun bin ich also wieder hier, der neue Rechenknecht ist um Dezibels über Dezibels leiser als sein Vorgänger und vor allem – huch! – viel schneller. Ich allerdings tat mich erst einmal schwer mit dem neuen und völlig ungewohnten Betriebssystem. Mittlerweile habe ich mich einigermaßen reingewuselt, suche mir nach und nach wieder meine Lieblingswebseiten und freue mich einfach nur.

Ich habe Sie alle vermisst wie Bolle und es ist ein gutes Gefühl, wieder hier sein zu dürfen.

 

 

Akku aufladen

Nach dieser Woche fällt auf, dass die Luft ziemlich raus ist. Gestern war ich regelrecht antriebslos, was vielleicht auch an dem ziemlich grauen und kalten Tag generell lag. Wie passend war da doch der Entschluss des Wetters, sich heute zum Sonntag mal ordentlich zusammenzureissen. Sonnig und warm war dieser Sonntag, deshalb haben wir uns spontan dafür entschieden, mit dem Fahrrad in den Garten zu fahren und diesen Entschluss haben wir überhaupt nicht bereut.

Mininarzissen

Früh(ver)blüher

Fliederstatus

Wiesenstatus

Hyazinthenliebe

War das herrlich heute. Ich konnte im Garten ohne Jacke in der Sonne sitzen, es wehte nur eine ganz leichte Brise, auch eine kleine Photosafari habe ich mir gegönnt. Ich konnte heute die leeren Akkus ganz gut aufladen, das war auch wirklich bitter nötig, ich bin sehr froh und dankbar. Ich denke, wir haben aus diesem Tag das Beste rausgeholt und können morgen ein bisschen regeneriert in die neue Arbeits- und Schulwoche starten.

 

Das Übervollsein des Tages ist der völligen Leere gleichzusetzen.

Rainer Maria Rilke

 

 

Heute war Sommer

Ich erinnere mich noch sehr gut an den Osterurlaub, der so kalt wie ein früher Dezember daherkam. Unsere täglichen Besuche im Krankenhaus wurden von gar grausig nasser Kälte begleitet, das absolute Gruselwetter war das.

Die letzten Tage waren die blanke Erholung von diesem Wetter, auch wenn ich nicht so wirklich viel davon hatte. Egal, ich habe es einfach nur genossen, täglich meine Lieblingsschuhe anzuziehen, zu radeln und mit der Sonne um die Wette zu strahlen.

Atme ein, atme aus!

Heute also gab es zum vorerst letzten Mal Frühsommerflair und ich habe mir zur Feier des Tages den Luxus gegönnt, eine Stunde eher Feierabend zu machen, ein paar Erledigungen zu machen und massiv auf Genuss eingestellt nach Hause zu radeln.

Zuhause angekommen habe ich mit meinem Sohn eine kleine Leckerei verdrückt, ein bisschen über den Schul-/Arbeitstag geplauscht, um dann erfrischt zur zweiten Schicht zu starten. Nachdem mein Sohn sein Zimmer relativ flott durchgewienert hatte, hat er sich sofort nach draußen verdrückt. Mit dem Fahrrad die Welt entdecken, eine gute Idee bei dem Wetter.

Nach dem ersten Regenguss am Abend

Mit dem Abend kamen dunkle Wolken, ein kleiner Regenguss, da ein Blitz und dort auch, nichts Weltbewegendes und doch ein schöner Abschluss für die warmen Tage.

Mich ereilt eine absolut wohlige Müdigkeit, diese Woche ist der Oberknaller. Termine, Erledigungen, aber auch Wärme und liebe Post, ganz wunderbar. Ich mag mein Leben. So sehr.

 

Wer ein Warum zu leben hat, erträgt fast jedes Wie.

Friedrich Wilhelm Nietzsche

 

 

Hier so … heute so …

Auch heute gab es für mich Glückskind wieder einen bombastischen Sonnenaufgang zu bestaunen. Und weil ich Sie alle so gern mag, zeige ich Ihnen natürlich auch, was ich sehen durfte.

Bergfestmorgenhimmel

Bergfestmorgenhimmel

Bergfestmorgenhimmel

Leider konnte ich nicht das Rad für den Weg ins Handkusshaus nutzen, es hat zwei Nächte in der Fahrradwerkstatt übernachten müssen. Per pedes bin ich aber auch gern unterwegs, vor allem in solch milden Morgenstunden wie heute. Ein paar wenige warme Tage sorgen dafür, dass die Knospen an Bäumen und Sträuchern nur so sprießen, zartes Gras beginnt zu wachsen und die Vögel untermalen alles mit ihrem herzerfrischendem Gesang. Zum Quieken.

Der Tag im Handkusshaus stand unter dem Motto “Zeit schenken” und zwar bis zum Anschlag. Ich bin wie ein Schwamm, höre zu, nehme mir Zeit und Anteil. Eine Stunde habe ich allein am Bett eines Schwerstkranken mit Angehörigen in der Ferne gesessen und ausschließlich zugehört. Zwischendurch war der Kloß im Hals gewaltig, aber ich bin mir sicher, sein Reden und mein Zuhören haben ihm einfach nur gut getan.

Nach der Arbeit gab es den obligatorischen Einkauf, danach konnte ich mein Fahrrad mit neuen Bremsbelägen abholen, flugs einen halben Liter Blut spenden und bin nun einfach nur am Entspannen.

Das heutige Zitat zum Tag ist übrigens eins meiner liebsten von meinem Lieblingswortakrobaten Herrn Rilke. Ich glaube, ich habe es hier schon an anderer Stelle genutzt, aber ich mag es einfach.

 

Vielleicht sind alle Drachen unseres Lebens Prinzessinnen, die nur darauf warten uns einmal schön und mutig zu sehen. Vielleicht ist alles Schreckliche im Grunde das Hilflose, das von uns Hilfe will.

Rainer Maria Rilke

 

 

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