Schmetterlingstag im Grünen

Nachdem im letzten Jahr, wohl dem feuchten Wetter geschuldet, kaum Schmetterlinge durchs Grüne flatterten, sind in diesem Jahr alle wieder da. Puuh, ich habe mir um meine federleichten Freunde schon ernsthaft Sorgen gemacht. Aber alles gut, die Spielkinder sind zurück und lieben den weißen Lavendel besonders. Das liegt bestimmt an seinem intensiven Duft. Ich finde, er schnuppelt viel mehr als seine lilafarbenen Kollegen, ja er wird auch viel intensiver von allerlei Insekten frequentiert. Den will ich im kommenden Jahr auch uuunbedingt auf Balkonien haben.

hard times

Große Liebe

Getümmel

Weißer Lavendel

Kleiner Fuchs

Ich liebe Schmetterlinge, ich liebe sie einfach.
 

Der Schmetterling, der von Blume zu Blume flattert, bleibt immer mein; den ich im Netz fange, verliere ich.

Rabindranath Tagore

 

 

5.30 Uhr

Dingdong, die Sonne geht gleich auf. Du darfst j e t z t deinen Körper aus dem Bett erheben und auf dem Weg nach draußen deine Cam schnappen.

sunrise in progress

In der gerade endenden Nacht wehte ein kühler Wind durch alle Gemächer und machte das Schlafen überaus erträglich. Ich mag es sehr, wenn mir nachts so eine leichte Brise um die Nase tüdelt.

swallows

Die Schwalben sind natürlich schon längst wach, fliegen und spielen wie wild am Morgenhimmel. Im Lavendel würschteln Hummeln und Bienen nicht minder emsig umher.

sunrise

Ich habe den Tag entspannt und doch auch aktiv verbracht. Ein bisschen die Wohnung auf Vordermann bringen und 30 Kilometer mit dem Rad fahren. Letzteres war an den extrem heißen Tagen nicht machbar für mich, deshalb wollte ich heute durchstarten und gosh!, das hat gutgetan. Danach habe ich mir einen extrem entspannten Matcha latte auf Balkonien gegönnt. Haaach, an solche Tage könnte ich mich glatt gewöhnen … ♥

Kleiner Altar der Sehnsucht

Beinahe alle Sehnsuchtshappen sind auf diesem Bild vereint. Mein Fernweh ist gewaltig, ich muss mich aber noch gedulden bis ins nächste Jahr. Dann ist mir vielleicht auch mal wieder eine Urlaubsreise vergönnt. Ich freue mich darauf, wann auch immer die Reise starten wird. Bis dahin genieße ich einfach mein Dasein, das auch ohne Reise richtig gut wuppt. Ja.

 

In der Existenzweise des Habens findet der Mensch sein Glück in der Überlegenheit gegenüber anderen, in seinem Machtbewußtsein und in letzter Konsequenz in seiner Fähigkeit, zu erobern, zu rauben und zu töten. In der Existenzweise des Seins liegt es im Lieben, Teilen, Geben.

Erich Fromm

 

 

Sommer, Sonne, Urlaub

Bei mir ist mit dem Urlaubsstart eine allgemeine Schlafkrankheit ausgebrochen. In drei Tagen bin ich zwei Mal in Herrn Ektorps Schoß weggeknackt. Man könnte meinen, ich habe viiiel nachzuholen. Gut so.

Aussichten beim Yoga

Und auch sonst sind hier extrem lazy Zeiten angebrochen. Ich mache nur, wonach mir der Sinn steht. Am Wochenende war ich hitzebedingt eher wie gelähmt unterwegs, ich habe sogar den Sport ausfallen lassen, auch wenn ich an beiden Tagen ins Grüne geradelt bin. So ganz ohne Bewegung geht es auch bei Affenhitze nicht.

Zitrone

In diesem Jahr gibt es endlich wieder viele Schmetterlinge zu bestaunen. Noch vor einem Jahr flatterte kaum ein Sommervogel durch den Garten und das hat mir natürlich ganz und gar nicht gefallen. Heuer besuchen mich die Flattermänner sogar auf Balkonien.

Tagpfauenauge

Dem Himmel kann ich jetzt viel Zeit und Muße widmen. Er ist jeden Tag ein bisschen anders hübsch anzuschauen und ich klicke mit der Cam mal gen Osten, mal gen Westen.

sunset

Übrigens ist meine innere Uhr dem Sonnenaufgang angepasst. Erst heute wurde ich kurz vor dem Sonnenaufgang wach und konnte selbigen in aller Ruhe festhalten.

sunrise

Fazit des Tages: Ausmisten ist so genial. Das befreit nicht nur die Schränke, sondern auch mich selbst von ziemlich viel Ballast. Ich habe im Laufe des Jahres meine komplette Garderobe getauscht, zwangsläufig, mir blieb gar nichts anderes übrig. Haha, große Freude, ich fühle mich einfach nur s a u w o h l.

 

Wenn du erkennst, daß es dir an nichts fehlt, gehört dir die ganze Welt.

Laotse

 

 

l’hirondelle

Gerade habe ich meinen Platz auf dem Balkon verlassen, weil jetzt die Zeit der Plagegeister beginnt. Derer, die mich vampiresk aussaugen wollen, während ich mich dann über Tage hinweg überall kratze wie ein wandelnder Flohzirkus.

Gerade noch saß ich nach einer Einheit Yoga und Körperstärkung mit einer Tasse Golden Milk draußen und habe all meinen tierischen Lieblingen zugeschaut. Zuerst den Hummeln und Bienen, die auch abends noch eifrig in den Lavendel hineinköpfen. Ich sah allerlei große und kleine Flattertierchen auf dem Heimweg, vor dem Balkon ging es ein bisschen zu wie bei der Rush Hour einer mittelgroßen Stadt.

Am meisten Freude habe ich an den Schwalben. Sie sind so lebensfroh und ständig in Bewegung. Sie lassen sich treiben und vollführen am Himmel grazile Kunststücke. Ihnen könnte ich stundenlang zusehen. Mal fliegen sie allein, dann mit Partner und abends vor dem Zubettgehen findet ein Formationsflug statt, bei dem, der Lautstärke nach zu urteilen, der vergangene Tag ausgewertet wird. Eine tägliche Betriebsversammlung sozusagen.

Mit den Schwalben fühle ich mich so enorm verbunden, sie machen mein kleines Herz sehr froh und ihre Anwesenheit ist stets Balsam für mein Seelchen. Schwalben waren in jedem Sommer meines Lebens an meiner Seite. Mit meiner Geburt hatten sie ihre Sommerresidenz in unserem kleinen Dörfchen bezogen und begleiteten fortan jeden meiner kleinen und später immer größer werdenden Schritte. Zu einem Dorf gehören Schwalben einfach dazu, sie durchfliegen jeden Kuhstall wie kleine Kamikaze-Flieger und nisten an den unmöglichsten Plätzen. Übrigens leben in den Fragmenten meines kleinen Dörfchens bis heute Schwalben, ich habe sie gesehen, als ich kürzlich dort war.

Die Schwalbe ist mein Krafttier und ich will mich ihrer erinnern, wenn irgendwann meine Kräfte schwinden sollten. Mit einem Lächeln auf den Lippen lege ich mich gleich zur Ruh und lasse meine Gedanken und Träume fliegen wie eine Schwalbe … Glücksmomente.

 

Schwalben

Schwalben, durch den Abend treibend,
leise rufend, hin und wieder,
kurze rasche Bogen schreibend,
goldne Schimmer im Gefieder -.

Oh, wie möcht’ ich dir sie zeigen,
diese sonnenroten Rücken!
Und der götterleichte Reigen
müsste dich wie mich entzücken.

Christian Morgenstern

 

 

Uuuuurlaub!

Bitte sehen Sie es mir nach, dass ich hier in letzter Zeit die Zügel schleifen ließ. Die vergangenen Tage hatten allesamt zu wenig Stunden und ich war so extrem ruhebedürftig, dass hintenraus für den Blog die Zeit fehlte. Dafür gibt es ein paar Bilder.

Julimorgen

Plötzlich sind die Sommerferien da. Wieder ist ein Schuljahr Geschichte und das neue schaut schon verstohlen ums Eck. Gute Güte, die Zeit rennt, mein Teenager wächst unaufhörlich und hat mich bald eingeholt. Ich suche nach wie vor nach einem probaten Gegenmittel für die nicht enden wollende Flitzezeit. Der neue (alte) Job brachte einen neuen Rhythmus in mein Leben, der auch dafür sorgt, dass an einer Arbeitswoche eigentlich nichts mehr dran ist. Entschleunigung wäre mal ne Maßnahme.

Frau Hummelpummel

Wie in jedem Jahr zu dieser Zeit, möchte ich diesen herrlich warmen Sommer gern festhalten. Ich liebe es so, lockerluftig gekleidet sein zu dürfen. Der Lavendel auf Balkonien ist bevölkert von Bienen, Hummeln und Schmetterlingen. Ich lebe beinahe ausschließlich von Sommersonnenfrüchten. Ich friere nicht, was ja den Knaller schlechthin darstellt. Und ich schlafe jede Nacht bei weit geöffnetem Fenster mit direktem Blick ins Sternenzelt. Himmel, ist das eine Pracht. Also von mir aus kann der Sommer ewig dauern, ich liebe ihn, ich bin ein Sommermädchen.

Füße hoch, Urlaub!

In diesem Jahr beginnt mein Urlaub zeitig, nämlich jetzt. Und endet nach zwei Wochen auch schon wieder. Das allgemeine Tohubawohu lässt nichts anderes zu und die nächsten Abrechnungsmodalitäten wollen auch erledigt werden. Aber alles ist gut, ich freue mich auch über zwei freie Wochen sehr und habe zur Feier des Tages direkt ein kleines Nachmittagsschläfchen gehalten. Ich habe es wohl bitter nötig.

Ich werde die freien Tage nach Leibeskräften genießen und mich einfach durch den Sommer treiben lassen … Das fühlt sich gerade sehr gut an. Hach.

 

Huschende Fledermäuse
Zum Trocknen aufgehängte Kleider
Schatten dunkler Wolken

Ikaku

 

 

Ich wache noch

le désir
 

Ich wache noch in später Nacht und sinne,
wie ich dir etwas Liebes sagen möchte,
daß ich dir einen Kranz von Worten flöchte,
daraus du würdest meiner Sehnsucht inne,

die mich nach deiner Gegenwart erfüllet,
als wär’ ich nur bei Dir gewahrt vor Sorgen,
als lebt’ ich nur in Deinem Blick geborgen,
dem teuren Blick, der mich in Liebe hüllet.

Christian Morgenstern

 
le désir
 

 

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