Archiv der Kategorie 'Nachdenkliches'

3. Ferientag

Ich kratze mich immernoch, sogar als ich nachts kurz wach war, kratzte ich fröhlich an mir rum. Bwääääh, ich fühle mich gerade so unwohl. Ständig muss ich an die ollen Zecken denken. Klar, wir leben hier nicht im FSME-Gefahrengebiet, aber Borreliose ist auch nicht ohne. Letztes Jahr hat ein Reporter von RTL erzählt, wie ihn diese Krankheit immer wieder im Griff hat, er wird sie eigentlich gar nicht los und bekommt immer wieder Schübe.

Vor allem gab es doch früher keine Zecken oder besser gesagt gingen die nur auf unsere Tiere. Ich war als Kind nur draußen, immer barfuß und das den ganzen Sommer lang. Mich hat nie ne Zecke gebissen. Heute geht man immer mit diesem unguten Gefühl nach draußen, berührt man mit unbekleidetem Bein Gräser, denkt man sofort an Zecken, unbeschwert auf der Wiese picknicken, für mich irgendwie unmöglich. Und das, wo ich früher ganze Sommer auf der Wiese verbracht habe.

Jetzt fahren wir erstmal einkaufen und ich versuche nicht an mir herumzukratzen. Endgültig Ruhe werde ich wohl erst in drei Wochen haben….

Eigenartige Begegnung

Seit einiger Zeit schon passiert etwas Eigenartiges morgens auf dem Weg von der Schule zurück. Ich komme an einer Bushaltestelle vorbei, an der ein Junge, etwa 8 Jahre alt, wartet. Ich weiß nicht, wie lange er schon jeden Morgen dort auf seinen Bus wartet. Aufgefallen ist er mir vor ein paar Wochen, weil er mich grüßte. Er schaut mich dabei jedesmal so merkwürdig vertraut und durchdringend an, dass mir manchmal bald ein Herz stehenbleibt. Nein, er grüßt nicht jeden, der vorübergeht, nur mich und das jedesmal. Er grüßt auch, wenn er schon in seinem Bus sitzt, hebt sogar die Hand zum Gruß. Dabei kennt dieser Junge mich nicht und ich ihn nicht, sah ihn niemals zuvor.
Das macht mich wirklich nachdenklich…

Gedanklicher Schwertransporter

Oh Mann, ich komme heute irgendwie gar nicht so recht in die Pötte :roll: Nun ist Mittag und ich habe, bis auf diversen Kleinkram, nichts erledigt. Toll! Das heißt, dass ich morgen voll durchstarte.
Stürmisch ist es hier, aber holla, die Waldfee! Offene Türen krachen sofort zu, sind die Fenster allerdings geschlossen, neige ich zu Erstickungsanfällen.

Gerade am Telefon musste ich mal wieder feststellen, dass ich mir überhaupt nichts mehr zutraue. Wobei ich mir wahrscheinlich noch nie wirklich etwas zugetraut habe. Sebstbewusstsein, was ist das? Kann man das essen? Nein, aber man kann es lernen. Nur wie?
Irgendwie sorgen solche Telefonate immer dafür, dass ich mich richtig mies fühle. Mies, weil meinen Kopf keine Pläne und Ideen füllen, sondern in ihm nur die Gedanken an den nächsten Tag wohnen. Klar, da gibt es auch diese Momente, in denen ich vor mich hinträume, wie schön es wäre, wenn ich dieses und jenes hätte. Aber Seifenblasen platzen bekanntlich sehr schnell und so lande ich auch genauso schnell wieder in der Realität, die mir dann ins Ohr flüstert, dass aus meinen Wünschen sowieso nichts wird. Da bin ich verdammt stolz drauf! [/ironiemodus off]

Notiz an mich selbst: Das Glas ist immer halbvoll!

Warum nur?

Immer wieder träume ich von einer ganz bestimmten Person meiner Vergangenheit.
Ich möchte gern verstehen.

Heute Abend

Da draußen duftet es nach Kindheit. Genauso, also das ist ein Duft, denn kann man selbstverfreilich nicht beschreiben, roch ein Sommerabend bei uns im Dorf. So roch es immer, eine Mischung aus langsam abkühlender Natur, verdorrtem Gras und irgendwo gegossenen Beeten. Dabei so warm, dass man sich auch zu später Stunde ganz leicht bekleidet draußen bewegen kann.
Ich werde immer wehmütig, wenn ich solche Duft-Déjà-vus erlebe…… :cry:

Laberrhabarber

Was vor einem Fußballspiel doch immer von selbsternannten Balltreter-Experten gelabert wird. Himmel, da werden orgiastische Umschreibungen für Männer mit Eierwaden gefunden :roll:
Muss man aufpassen, dass kein Schleim aus dem Fernsehkasterl tropft.

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Edit: Und nun auch noch Enrique Iglesias. Blärks. Schlümmer gehts ümmer, oder wie?
Nun fangt doch endlich mal aaaaaaahaaaaaaaaaan!!!!!

Gedanken

Mein Problem ist, dass ich gern alle und jeden ob seiner Handlungen und Taten verstehen möchte. Das ist natürlich schier unmöglich, klar, ich versuche es dennoch konstant weiter. Dabei fällt mir auf, dass mir in letzter Zeit zusehends der Wille fehlt, für die Offenheit anderer Verständnis auszubringen. Da tun sich manchmal Abgründe auf, wo ich mich angewidert abwenden möchte, einen Spiegel hochhaltend, schreiend: “Sieh dich doch mal an!”
Klar, wir alle funktionieren nach keinem Masterplan, Gefühle lassen sich nicht zentral nach einem Einheitsmuster steuern. Aber wenn sich ein Mensch, den man zu kennen glaubt, so verändert, dass man danebensteht und sich verwundert die Augen reibt, will ich einfach verstehen. Antwortet der Andere dann, er kann auch nicht verstehen, warum er sich so verändert hat, möchte ich mir an den Kopf fassen.
(Kann mir an dieser Stelle noch jemand folgen?)
Wenn ich nicht weiß, warum und weshalb ich mich so extrem verändere, wie soll mein Umfeld das verstehen können? Warum mutieren augenscheinlich gestandene Menschen plötzlich zu Teenagern und vergessen all ihre Verantwortlichkeiten und das, was ihnen einst wichtig war? Nein, das versteht Frau Sterntau nicht. Aber sie will es verstehen.
Immerhin… der Wille ist da. Aber mein Geist ist momentan eher müde und so muss ich das Verstehen wohl auf ein andermal verschieben…
Seufz.

Nachtschreck

Für Langschläfer wie mich zählt es definitiv zur Nacht, wenn der Wecker 5.54 Uhr anzeigt. Als ich heute um die Uhrzeit aus dem tiefsten Schlaf hochschreckte, war ich mir sicher, ich habe verschlafen und stand in Nullkommanichts vor meinem Bett wie ein Derwisch meine Haare zusammenraffend, die Puschen suchend, um auf Toilette hetzen zu können. Dort angekommen warf ich einen Blick aus dem Fenster und fand es komisch, dass draußen niemand unterwegs war. Es dauerte, bis ich kapierte, dass heute Sonntag ist :roll: Komisch, so eine innere Uhr….
Ich trollte mich wieder in mein Bett, lag allerdings nur sinnierend wach, minutenlang bewegungslos, das Chaos im Kopf sortierend, Kopfschmerzen ahnend. Eine merkwürdige Zeit ist das, ich beschäftige mich mit Themen und Menschen, die mir gleichgültig sein sollten. Stattdessen zermartere ich mir solange den Kopf, bis es Schmerzen macht.
Das Frühstück bestand heute lediglich aus drei Pötten Kaffee, während ich dem Hasenkinde zusah, wie er seine Schüssel Cornflakes verdrückte. Er bat mich, seinem Lego-Ferienhaus ein Dach zu verpassen - erledigt. Ich wollte ein paar Reihen stricken - erledigt. Die gestrige Zeitung gab ein Stellenangebot preis - auch erledigt.
Dann hing ich wieder mit meinen Gedanken rum und ehrlich, ich bin momentan um jede Ablenkung dankbar. So wird das Hasenkind wieder ein paar Runden mit dem Karussell beim Stadtfest drehen können, ich werde ein paar Menschen beobachten und mich einfach treiben lassen im Gewühl…

Und morgen dann kann die innere Uhr wieder vorschriftsmäßig ihren Dienst tun und mich mitten in der Nacht aus dem Schlaf kegeln.

Morgens oder abends?

Ich stelle immer wieder fest, dass ich einer exotischen Rasse angehöre. Na gut, vielleicht ist dem auch nicht so, zumindest kommt es mir halt so vor. Ich dusche abends, nicht morgens.
Warum?
Ich mag nicht dreckig vom Tag in mein kuscheliges Bett gehen.
Ich habe morgens keinen Bock auf duschen, da will ich in Ruhe wach werden.
Ich habe morgens auch irgendwie keine Zeit für sowas.
Ich finde es voll toll, abends frisch geduscht auf der Couch vor dem Fernseher abzuhängen.
Warum also sollte ich morgens duschen?
Warum duscht man überhaupt morgens?
Das ist unlogisch. Aber ich muss das auch nicht verstehen.

Frustrierend

Wieder eine Jobabsage aus dem Briefkasten gefischt. Das wirft die üblichen Sinnfragen auf…. Wozu bewerbe ich mich? Damit Papier hin- und hergeschickt wird? Ich bewerbe mich anscheinend nicht, damit ich einen Job bekomme. Ich schaffe es noch nicht einmal in ein Vorstellungsgespräch… :cry:

Ich will doch nur arbeiten.

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... einfach ich; fünf.&.30; allein.erziehend & selbst.redend; Schönes liebend und zeitig aufstehen hassend; fotografierend, malend & schreibend unterwegs; ich eben ...

Herr Zwerg

* 22. Mai 2001
4560 g schwer
58 cm lang
39 cm KU Lilypie 6. - 18. Ticker
Ein Kind ist kein Gefäß, das gefällt, sondern ein Feuer, das entzündet werden will.
Francois Rabelais

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