Das Wochenende begann am Freitag mit einem vor sich hinkränkelnden Kindlein, das mit Kopfschmerzen und nicht vorhandenem Appetit aus der Schule kam. Zum Glück hat es sich nicht erneut zu einer Husten-Schnief-Eumel-Arie ausgewachsen – es blieb bei einem Schnupfen. Puh, Glück gehabt!

Ich habe dank eines sturmfreien Freisamstages gestern bis um halb 10 Uhr geratzt. Eine Wohltat sondersgleichen. Immer muss ich das nicht haben, aber so ab und an wirkt es wie eine Frischzellenkur. Das darauf folgende Herumfruddeln im Schlafanzug auch. Spät frühstücken, Mittagessen ausfallen lassen – all das genehmige ich mir äußerst selten, da mein Nachwuchs auf einer gewissen Regelmäßigkeit in Sachen Verpflegung großen Wert legt.

Gestern habe ich mich von meiner ältesten Zimmerpflanze getrennt. Es handelt sich um eine Palme, die ich gleich nach dem Mauerfall gekauft habe, sie maß damals so in etwa 40 Zentimeter. In den folgenden zwanzig Jahren hat sie sich bestimmt verdreifacht, vor allem in Ihrer Schuhgröße. Für den Spätsommer plane ich für mein Wohnzimmer ein bisschen frischen Wind, so war die Zeit eines ersten Abschieds gekommen und weitere Abschiede werden noch folgen. Ich bin guter Dinge, dass ich nach dem Sommer das Wohnzimmer habe, was mir durch die Phantasie schwebt. Im gleichen Atemzug soll übrigens auch das Zimmer des Herrn im Hause einen neuen Anstrich erfahren.

Tja und der Winter ist da, nachdem er laut Kalender schon seit einem Monat unser Gast sein soll. Für die nächsten Tage sind gar sibirische Temperaturen gemeldet. Für mich bedeutet das in erster Linie dick anmummeln und täglich den ganzen Körper mit Creme bedecken. Meine Haut (Oh, ein Freudscher Verschreiber: Mein Haus… schrieb ich erst, wie passend!) reagiert extrem auf Kälte und das wird mit den Jahren immer schlimmer. Dabei mag ich Creme auf der Haut gar nicht, ürks.

Kommen Sie gut in und durch die bevorstehenden frostigen Tage und ziehen Sie sich warm an!
Am besten machen wir uns alle warme Gedanken, ha!
 

Yin und Yang, männlich und weiblich, hart und weich, Himmel und Erde, Licht und Dunkel, Donner und Blitz, kalt und warm, gut und schlecht … das ist die Wechselwirkung der gegensätzlichen Prinzipien, die das Universum formen.

Konfuzius