Wenn ich es denn mal schaffe, ein klein wenig in Muße zu gehen, dann kann es schon mal passieren, dass ich staune.
Über mich selbst.

Ich arbeite jetzt beinahe fünf Monate in meinem nicht mehr so ganz neuen Job.
Damit kamen auf mich lauter Dinge zu, mit denen ich noch nie zuvor zu tun hatte. Der Inhalt der Arbeit betrifft zwar viele Menschen in unserem Land, aber eben von der anderen Seite. Was hinter den Kulissen passiert, bekommt man für gewöhnlich nicht mit. Damit einher ging für mich eine komplett unbekannte Software, von der ich noch nie zuvor gehört geschweige denn zu tun gehabt hatte. Anfangs war das eine echte Herausforderung, in meinem Kopf schwurbelte es nur so und manchmal dachte ich einfach nur “HÄÄÄÄÄ?????”

Mittlerweile ist vieles im monatlichen Lauf der (Arbeits)Dinge ein bisschen Routine geworden. Selbst die Buchhaltung – Lieber Herr Lesinksi, ich bin immer noch traumatisiert und Sie sind Schuld! – beunruhigt mich nicht mehr so und geht gelassener von der Hand. Das völlig unbekannte Verwaltungsprogramm ist nicht mehr so ein Fremdling und freundet sich langsam mit mir an.

Hach. Hach, ich freue mich so.
Ich erlange Sicherheit und das macht einfach nur Spaß. Dazu ein breit gefächertes Einsatzgebiet über einfache Büroarbeit, bis hin zu Buchhaltung und Personalangelegenheiten – ich erledige alles mit großer Freude.

Und staune.

Und merke mal wieder an, was ich schon immer gesagt habe, wenn man gut eingearbeitet wird, fuchst man sich in jedes Programm und alle möglichen Tätigkeiten rein. Aber nein, in unserem Land muss man für jeden Furz einen Abschluss samt Papier vorweisen, ohne wird man sofort abgelehnt. Ich bin der lebende Beweis, dass es auch anders funktioniert. Tschakka!
 

Eine Stunde konzentrierter Arbeit hilft mehr, deine Lebensfreude anzufachen, deine Schwermut zu überwinden und dein Schiff wieder flott zu machen, als ein Monat dumpfen Brütens.

Benjamin Franklin