Himmel, bin ich müde.
Im Büro ist so viel zu tun und nachts schlafe ich nicht durch, weil mich wieder einmal lauter Püpschen wecken, ooaaaah!! Es grenzt an Quälerei, wenn man sich konzentrieren will und dabei vor lauter Müdigkeit der Kopf beinahe auf die Tischplatte kracht. Und jetzt, da der Abend erreicht ist, bekomme ich kaum noch sortiert, was in den letzten beiden Tagen eigentlich alles passiert ist.

Nun also, gestern Morgen war ich wieder einmal eine Nummer. Das bin ich ab und an und es macht niemals Spaß. Im Gegenteil, ich erkläre das Abgeben dieser Nummer zu meinem persönlichen Sechser im Lotto. Ich bin guter Dinge, dass mir das eines Tages gelingen wird.

Und weil alles so ist wie es ist, bekam ich heute eine dazu passende Aufgabe übertragen – Absagen an Bewerber schreiben. Mir ist das nicht egal, denn ich weiß nur zu gut, wie es sich anfühlt, wenn man eine Absage erhält. So habe ich erst einmal tief Luft geschnappt am geöffneten Fenster, mir dann die Ärmel hochgekrempelt und losgelegt. Es nutzt ja nichts, das ist meine Aufgabe.

Habe ich einen Wunsch frei?
Ja?
Dann wünsche ich mir eine ganz lange, feste Umärmelung.
Danke.
 

Nichts ist schwer, sind wir nur leicht.

Richard Fedor Leopold Dehmel