Staunen

6. Juli 2009

Ich staune.
Ich überquerte eine Grenze und seither staune ich nur noch.
Ich öffne morgens den Rollladen und möchte in die Knie gehen ob der Schönheit dessen, was vor dem Fenster ist.
Ich sitze am Frühstückstisch und während ich so etwas Schnödem wie Essen nachgehe, staune ich noch immer ob der Kulisse.
Es ist wie ein Traum, es ist wie ein nicht enden wollendes Ah und Oh, es ist Begeisterung pur.

So schön kann Rhein sein

So schön kann Rhein sein

Haben Sie es schon einmal erlebt, dass Sie an einem Ort waren, den Sie vorher noch nie betraten und Ihnen stehen die Tränen in den Augen? Einfach so, einfach nur, weil alles so schön ist?
So ist es hier.
Ich möchte mich pausenlos kneifen.

Für immer festhalten, für immer einprägen, für immer gedanklich verweilen

Für immer festhalten, für immer einprägen, für immer gedanklich verweilen

Wenn ich könnte, ich würde die Zeit anhalten.
Auf dass es niemals aufhört, auf dass ich nie vergesse.
 

Sei mir gegrüßt, mein Berg mit dem rötlich strahlenden Gipfel, sei mir, Sonne, gegrüßt, die ihn so lieblich bescheint.

::Johann Christoph Friedrich von Schiller::

 

 

Wir sind dann mal weg

3. Juli 2009

Nein, nicht auf irgendeinem Pilgerweg, sondern urlauben.
Endlich kommen wir hier mal wieder raus. Die Freude und Aufregung ist riesig.
Die Tasche ist gepackt, das Ränzlein geschnürt und morgen früh geht es dann endlich los.

Machen Sie es gut, haben auch Sie eine gute, gesunde Zeit.
 

Schweizerlied

Uf’m Bergli
Bin i gsässe,
Ha de Vögle
Zugeschaut;
Hänt gesunge,
Hänt gesprunge,
Hänt’s Nästli
Gebaut.

Im ä Garte
Bin i gstande,
Ha de Imbli
Zugeschaut;
Hänt gebrummet,
Hänt gesummet,
Hänt Zelli
Gebaut.

Uf d’Wiese
Bin i gange,
Lugt’i Summer-
Vögle a;
Hänt gesoge,
Hänt gepfloge,
Gar z’schön hänt’s
Getan.

Und da kummt nu
Der Hansel,
Und da zeig i
Em froh,
Wie sie’s mache,
Und mer lache
Und mache’s
Au so.

::Johann Wolfgang von Goethe::

 

 

Börks, ich weiß gar nicht, wohin mit mir. Es ist noch einiges zu tun, aber sobald ich loslege, läuft der Schweiß in Strömen. Meine Wetterstation zeigt 70 % Luftfeuchtigkeit, da muss ich mich eigentlich nicht wundern. Ich nötige mich seit Tagen schon zum Trinken, sonst würde ich wahrscheinlich pausenlos aus den Latschen kippen. Dieses Wetter ist nicht meins, hoffentlich zieht diese drückende Luft bald von dannen. Es rumpelt und pumpelt am Horizont. Aber das war gestern schon den halben Tag so, leider ohne jedweden Tropfen Regen und Erfrischung.

Unsere Küche bleibt heute kalt. Es gibt gefüllte Pita-Taschen mit viel Gemüse. Bei der Affenhitze muss man eigentlich auch gar nichts essen, aber Herr Zwerg hat eben immer Hunger.

Wir sind gleich morgens losgezogen, noch ein paar Besorgungen machen. Beim Hautarzt standen wir leider vor verschlossenen Türen. Na egal, das hat auch Zeit. Aus der Apotheke habe ich mir ein paar Kreislauftropfen geholt. So einen Tag wie gestern muss ich nicht nochmal haben.

So, ich bin dann mal Taschen füllen… :mrgreen:
 

Viel zu spät begreifen viele die versäumten Lebensziele: Freuden, Schönheit und Natur, Gesundheit, Reisen und Kultur. Darum, Mensch, sei zeitig weise! Höchste Zeit ist’s! Reise, reise!

::Wilhelm Busch::

 

 

Doppelt hält besser

1. Juli 2009

… dachte sich wohl mein Unterbewusstsein heute Morgen und ließ mich gleich zwei Mal aufstehen. Ich konnte gar nicht so schnell gucken, wie ich mich auf meinem Bett wiederfand. Famos fühlte es sich auch an, als ich wie volltrunken ins Badezimmer wankte. Dabei habe ich nicht getrunken, ich habe nur Kreislauf. Dieses Wetter, nein, es bekommt mir so gar nicht. Ich bin durch den kompletten Tag geschwankt und jetzt kann das bitte auch wieder aufhören.

Das ist aber auch ein komisches Wetter. Ein bisschen wie in den Tropen, stets warm und klebrig. Am Horizont tauchten auch schleichend dunkle Gewitterwolken auf. Entladen haben sie sich wohl an anderer Stelle, hier kam kein Tröpfchen vom Himmel.

Wir hatten heute einen eher entspannten Ferientag. Der bestand aus vielen gemeinsamen Aktivitäten…. spielen, kochen und … Und ja und Herr Zwerg hatte heute zum ersten Mal das Bedürfnis, seine Mama zu portraitieren. Schauen Sie bitte mal!
Portrait
Sehe ich nicht gut aus? Man beachte mein tolles Schnirkel-Ohr, das gefällt mir am besten ♥

Ich hätte heute nicht übel Lust, mir diesen Film anzusehen… :lol:
 

“Lieber Freund! Welch ein Sommer! Ich denke Sie mir im Zimmer sitzend, mehr Omelette als Mensch.”

::Friedrich Wilhelm Nietzsche::

 

 

Ich übe nur…

1. Juli 2009

Unglaublich!

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Ich fasse es nicht. Es ist nichts verschwommen oder diffus. Ich schaffe ein klares und deutliches Bild. Oh Himmel, ist das schön. Es ist eine Gnade für mich, derlei Bilder machen zu dürfen… ♥
 

 

Der Tag begann warm und drückend. Wenn einem morgens durch das geöffnete Fenster schon dampfiger Mief entgegenkommt, erwartet uns wohl ein heißer Tag. Ja, das tut es in der Tat. Zwar erreichten wir nur 26°C, dabei war es allerdings extrem schwül.

Wir waren heute unterwegs und äußerst dankbar über den Luxus einer Klimaanlage.
Wir haben unsere Vorfahren besucht. Deren Friedhof ist einer der schönsten Plätze, die ich kenne. Der Friedhof wurde vor mehr als 160 Jahren gegründet und das merkt man überall. Die Bäume sind uralt und spenden viel Schatten, die Vögel zwitschern und man fühlt sich Sommers wie Winters einfach nur behaglich und beschützt dort. Ich bin gern dort und froh, dass all meine Lieben dort ihre letzte Ruhe gefunden haben.

Nachdem wir ein wenig durch meine Lieblingsstadt flaniert sind, machten wir uns auf zum Kirschen pflücken. Der viele Regen hat den wunderbaren Früchten nicht gut getan. Leider starben viele von ihnen den gemeinen Schimmeltod. Ich war traurig, denn die Bäume machen einen trostlosen Eindruck mit ihrer grauen, staubigen Fracht. Aber nun, ein paar konnten dennoch gerettet werden.
Ich bewege mich bei solchen Aktionen immer gern in die Kindheit zurück. Es bedarf eines bestimmten Bildes oder Geruchs und schon befinde ich mich 30 Jahre zurück. Meine Kindheit verbrachte ich am schönsten Platz der Welt, müssen Sie wissen.

Zuhause angekommen erwartete und heiß ersehnte Post. Ach war das eine Freude.
Zuhause angekommen musste ich aber auch feststellen, dass meine Küchenuhr kaputt ist. Auch ein Batteriewechsel brachte nichts, die Uhr ist hin. Blöd, wenn man immer wieder gedankenverloren draufschaut und sich ob der komischen Uhrzeiten wundert…

Am Ende des Tages kann ich sagen, mein Tag war schön, überraschend, heiß und erfüllend. Entsprechend müde bin ich nun.
 

Die Erfahrung ist wie eine Laterne im Rücken; sie beleuchtet stets nur das Stück Weg, das wir bereits hinter uns haben.

::Konfuzius::

 

 

Oh wie ist das schön!

30. Juni 2009

kirschen

Ja, ja, ja! So sehen richtige Bilder aus. Oh, ist das nicht toll?
Ich glaube, ich laufe fortan nur noch fotografierend durch die Welt….
 
Anm. des Autors: Diesen Beitrag muss niemand verstehen.
 

 

Barfuß-Tag

29. Juni 2009

Ich liebe es, im Sommer barfuß durch die Wohnung zu laufen. Mir und meinen Füßen tut das sehr wohl. Leider war es in den letzten Tagen eher zu kalt für derlei Anwandlungen, aber heute habe ich gleich morgens “blankgezogen”. Ja, das gibt es hier nur im Sommer an warmen Tagen. Ich bin ja eher die Frostbeule vor dem Herrn und sobald die Temperaturen eine gewisse Grenze unterschreiten, beginnt das große Frieren.

Übrigens, ich kann doch noch gescheit schlafen. Na wer hätte das gedacht. Ich schlafe seit Freitag ganz hervorragend, vor allem tief und fest und wache nicht ständig und zu den blödesten Zeiten auf. Hurra, ich freue mich.

Übrigens sind jetzt alle Killerschnecken vernichtet. Die waren wirklich super. Die nächsten probiere ich dann wohl mal mit einer Quarkfüllung, das kann ich mir nämlich auch sehr gut vorstellen.

Bei mir ist heute übrigens endlich dieser Film am Start. Ich bin gespannt und neugierig, was mich erwartet.
Ich entschwinde nun barfuß auf meine Couch und freue mich diebisch auf Samstag…
 

Wer barfuß geht, den drücken keine Schuhe.

::Sorbisches Sprichwort::

 

 

Du musst das Leben nicht verstehen,
dann wird es werden wie ein Fest.
Und lass dir jeden Tag geschehen
so wie ein Kind im Weitergehen
von jedem Wehen
sich viele Blüten schenken läßt.

Sie aufzusammeln und zu sparen,
das kommt dem Kind nicht in den Sinn.
Es löst sie leise aus den Haaren,
drin sie so gern gefangen waren,
und hält den lieben jungen Jahren
nach neuen seine Hände hin.

::Rainer Maria Rilke::

 

 

Frage

27. Juni 2009

Wie nennt man Menschen, die auf diesen Beitrag meinerseits mit folgendem Kommentar antworten?

“du bist depressiv, ich bin sicher”

Anonym natürlich, wie immer.
 
Ich antworte mit weisen Worten…
 

Tritt eine Idee in einen hohlen Kopf, so füllt sie ihn völlig aus – weil keine andere da ist, die ihr den Rang streitig machen könnte.

::Charles-Louis de Montesquieu::