The return of the Brrr

Hätte ich mal dem Impuls am Morgen nachgegeben, die Hände auf dem morgendlichen Arbeitsweg in Handschuhe zu verpacken. Hätte ich mal. So kam ich mit steif gefrorenen Händen im Handkusshaus an. Brrr. Warum ist es denn plötzlich wieder so kalt? Wer hat das bestellt? Ich war das nicht, sonst wäre ich vermutlich auch mit Handschuhen losgezogen.

Im Handkusshaus habe ich endlich mal wieder meine Lieblingskollegin getroffen. Sie hatte jetzt Urlaub und hat mir so gefehlt. Wir haben uns geherzt und gefreut und sie hat mir einen weiteren Grund zum Quieken beschert. Was schenken Mädchen Mädchen? Mädchenkram. Ha, wer hätte das gedacht? In meinem Fall handelt es sich um Ohrringe, die hervorragend zu meinem heutigen Outfit passten. Zufälle gibt es nicht, klar oder?

Ich hatte zwei Arbeitsnüsse zu knacken und musste einmal mehr feststellen, man lernt nie aus. Immer kommt etwas ums Eck, wovon man zum ersten Mal überhaupt hört und merkt, es gibt unzählige Ecken und Nischen, Wenns und Abers. Doch hey, das macht meinen Job auch spannend und abwechslungsreich.

Es hört nicht auf

Zuhause ist gerade der letzte Blumengruß vom Geburtstag verblüht, schon kommt ein neuer. Haha, ist das nicht abgefahren? Ich habe noch nie Blumen per Eilzustellung mit der Post erhalten. Heute Premiere. Ich habe mich wirklich sehr gefreut, das Putzen fiel dann deutlich leichter.

Lieblingstee

Zu aller Krönung habe ich mir eben ein schnödes aber frisches Scheibchen Butterbrot einverleibt, dazu ein Tässchen Lebensfreude-Tee genossen und mein kleines Donnerstagsglück ist jetzt einfach perfekt.

 

In der Muße scheint das Glück zu liegen.
Es gehört denen, die sich selber genügen.

Aristoteles

 

 

12

Hey Dude!

Wer hier schon ein Weilchen mitliest, kann sich vielleicht dunkel an den kleinen Geburtstagsmarathon im Hause Sterntau in diesem wunderschönen Monat Mai erinnern.

Heute nun war also mein Sohn an der Reihe. Seit gestern Abend weiß ich, dass der junge Herr sich seinen Geburtstag mit keinem Geringeren als Richard Wagner teilt. Gut, sich mit Max Frisch und Mike Oldfield den Geburtstag teilen ist auch nicht verkehrt, ich gebe es zu.

Hibbelig war mein Kind gestern Abend und heute Morgen war er bereits wach, als mein Wecker bimmelte. So eine unbändige kindliche Aufregung und Vorfreude ist entzückend anzuschauen. Bis zum Mittag war der Tag wunderbar sonnig, danach gab es leider immer wieder viel Nasses von oben. Davon ließ sich der Nachwuchs allerdings gar nicht beeindrucken, dieser Tag war seiner und er hat ihn ausgiebig genossen. Alles richtig gemacht, würde ich mal sagen.

Wir

Zwölf Jahre ist der Junge geworden. 12. Ich kann das genau genommen gar nicht fassen. War dieser kleine Lulatsch nicht gerade eben noch so ein kleines Würschtel im Strampler?
Genauso unwirklich erscheint es mir, diese zwölf Jahre allein gemeistert zu haben. Ich bin stolz, bis an diese Stelle gekommen zu sein und froh, vorher nicht gewusst zu haben, wie lang ich allein gehen werde. Auch heute genehmige ich mir das obligatorische Gläschen Sekt und stoße bezeichnend mit mir selbst an, auf meinen, wie ich finde, gut geratenen Sohn und diesen kleinen Meilenstein.

Prost.
 

Ist nicht die Kindheit der verborgene Keim, aus welchem nach und nach der reiche Baum des Lebens mit allen seinen Leiden und Freuden sich auseinanderschlägt?

Johann Peter Hebel

 

 

Ja, der Mai!

Der Mai ist in meinem Leben bereits vom ersten Tag an der reinste Feiermonat. Also der Mai per se schon, klar. Vier Tage nach mir hat meine Mutter Geburtstag, heuer auch ein runder. Und auch sie hatte gestern extrem Massel mit dem Wetter.

Balkonglück

Wir sind Glückskinder, der Mai hat sich extra zu unser beider Gekugel ganz hübsch gemacht.

Endlich wieder da

Der Garten ist ein Überraschungsei im Monat Mai. Ein paar Tage nicht dort, zack!, blüht wieder etwas Neues.

Farbwechselmohn

Ich bin sehr auf das noch recht junge Apfelbäumchen gespannt, in diesem Jahr hat es über und über geblüht.

Nicht vergessen!

Nie vergessen, wie einzigartig schön das Leben ist. Besonders im Mai.

duftig

Blühenden Flieder gabs an meinem Geburtstag länger nicht.

Nur Freudentränen

Wir verdrücken das eine oder andere Freudentränchen in diesen Tagen. Die Natur… das Leben… Freunde… Begegnungen…

 

Du mußt das Leben nicht verstehen

Du mußt das Leben nicht verstehen,
dann wird es werden wie ein Fest.
Und laß dir jeden Tag geschehen
so wie ein Kind im Weitergehen
von jedem Wehen
sich viele Blüten schenken läßt.

Sie aufzusammeln und zu sparen,
das kommt dem Kind nicht in den Sinn.
Es löst sie leise aus den Haaren,
drin sie so gern gefangen waren,
und hält den lieben jungen Jahren
nach neuen seine Hände hin.

Rainer Maria Rilke

 

 

Der Tag, an dem ich 40 wurde

Ich kann mir keinen besseren Tag als diesen vorstellen, 40 zu werden. Dieser Tag war von der ersten bis zur letzten Minute perfekt. Für mich.

Als ich wach wurde, blinzelte bereits die Sonne durch die Jalousien. Ich bin natürlich gleich nach draußen gestürmt und konnte mich über blauen so unsagbar blauen Himmel freuen. Tja und an diesem himmlischen Zustand sollte sich auch ganztägig gar nichts mehr ändern.

Himmlisches Geschenk: Blau, den ganzen Tag!

Die ersten Anrufe trudelten beim ersten Kaffee des Tages ein. Diverse digitale Grüße folgten stante pede und ganztägig ohne Unterlass.

Als ich mich auf den Weg ins Büro machte, war mir schon sehr nach Quieken zumute. Laue Morgenluft, dazu Fliederduft überall, der blaue Himmel. Ich kann gar nicht beschreiben, wie gut sich das angefühlt hat.
Und dann begann, was gar nicht mehr enden wollte …. Händeschütteln, warme Worte empfangen, gute Wünsche genießen, den ganzen Körper strahlen lassen und einfach nur aus tiefstem Herzen freuen.

Mit einer Kollegin bin ich schwuppdiwupp per du, eine wunderbare Bestätigung für die gute Arbeit im Team und das Vertrauen, dass wir den Weg gemeinsam weiter beschreiten. Sogar eine Dame aus einer Behörde mit der ich dienstlich oft zu tun habe, hat sich extra auf den Weg gemacht, mir mit Blumen und Pralinenschachtel zu gratulieren. Ich bekam besondere Post von einem langjährigen Freund, unser Kontakt ist stressbedingt recht eingeschränkt, aber das Öffnen der Post hat mich kurz aller Worte beraubt.

Liezel, die Mädcheneule

Liezel ist überraschend bei mir eingezogen. Ich liebe Eulen ja sososo und weil ich ein Mädchen bin, …

Ich bekam so unfassbar viele Karten, Worte, Anrufe, Zeilen, Blümel, Zeit und Aufmerksamkeiten geschenkt, ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Wer nicht weiß, wie sich Glück anfühlt, dem möchte ich heute meine Augen und mein Herz leihen – schauen Sie durch, fühlen Sie und quieken Sie. Ich habe es ganz schön gut, in meinem Leben gibt es so viele wunderbare Menschen, manche leider viel zu weit weg, aber ich bin dankbar und voller Demut. Heute noch mehr als sonst, denn ich weiß, ihr seid immer da, aber heute kam so viel Liebe, dass ich beim Schreiben schon wieder etwas im Auge habe.

Blumengruß vom Kind

Mit diesem wunderbaren Blumenstrauß, der mir gleich morgens von meinem Kind überreicht wurde und direkt Schnappatmung verursachte, möchte ich auch Ihnen danken, denn auch Sie sind ein fester Teil meines Lebens. Es ist wunderbar, Sie ein bisschen zu kennen, ich bin dankbar für das ein oder andere reflektierende Wort hier oder wenn Sie sich mit mir freuen können. Danke.

Ich brauche wohl noch ein paar Tage, um all die Freude ankommen zu lassen, ich genieße jetzt einfach nur und freue mich auf die nächsten 40 Jahre, wie mir heute jemand empfahl.

 

Wenn du erkennst, dass es dir an nichts fehlt, gehört dir die ganze Welt.

Laotse

 

 

Tschüß 30!

Heute war ein wunderbarer Tag, alle normalen Dinge des Alltags noch einmal ganz bewusst als Frau in den Dreißigern zu erleben. Das Wetter war einfach ein Traum, am Himmel mal mehr mal weniger Blau und Sonne. Im Büro konnte ich das Fenster ganztägig geöffnet lassen und so ganz nebenbei dem nicht enden wollenden Vogelkonzert lauschen. So arbeite ich sehr sehr gern, das verleiht mir nämlich ein Gefühl, als würde ich direkt im Grünen arbeiten.

Vermutlich ist die Welt um mich herum wesentlich aufgeregter als ich selbst. Immerzu werde ich gefragt, ob ich aufgeregt wäre. Nein, das bin ich nicht, ich bin die Ruhe selbst, schließlich überstand ich schon drei Mal dieses Rumnullen. Mein Sohn tut sehr geheimnisvoll, seit heute darf ich sein Zimmer nicht mehr betreten, daran halte ich mich selbstverständlich.

Post trudelt ein. Die Lieblingszuckerschnutentine eröffnet den Reigen und bringt ein Zertifikat vom nicht mehr ganz so neuen Stromanbieter mit.

Zertifikat

Das ist doch mal ne nette Geste, obendrein interessant und aufschlussreich.

medinilla magnifica

Eine schöne Freude bereitet mir zurzeit täglich die Medinilla. Ich freue mich sehr an dieser besonderen Pflanze, während sich auf Balkonien die überwinterte Hortensie hübsch gemacht hat.

Nun bin ich gespannt wie ein Flitzebogen, was mich bis wohl bis zur nächsten Null erwarten wird. Ich nehme alles, wie es kommt, mir bleibt auch nicht wirklich etwas anderes übrig. Also Tschüß 30 und Willkommen 40.

 

Und wenn auch hundert Jahr’ ich
Noch zu leben hätt’, ich würd’ mich
Stets von neuem doch erquicken
An dem Mai und seinen Wundern.

Joseph Victor von Scheffel

 

 

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