Mitten ins Herz

2010 Februar 10
von Frau Sterntau

Ich hatte heute eine OP am offenen Herzen.
Glauben Sie nicht?
Überzeugen Sie sich selbst!

Irgendwelche Ideen, wessen Herz ich da freigelegt habe?
 

 

Ein Freutag

2010 Februar 9
von Frau Sterntau

Dieser Dienstag ist toll. Er begann schon gut, denn Familie Ewiglaut war heute morgen nicht bereits um 6 Uhr wie gewohnt zu hören, was allerdings auch dem Umstand zu verdanken sein kann, dass ich mir die Bettdecke über die Ohren gezogen habe.
Irgendwann spürte ich im Schlaf, dass mich wer beobachtet, haha. Raten Sie mal, wer da wohl vor meinem Bett stand? Richtig, Herr Zwerg. Mitgebracht hat er seine liebste Hörspiel-CD “Herr Röslein”.

Wir lieben es beide, wenn wir morgens Zeit haben, ins Bett gekuschelt Geschichten zu lauschen. Und “Herr Röslein” ist eine gar wunderbare Geschichte für Kinder und Erwachsene wie Frau Sterntau. Und obgleich ich Hörbücher eigentlich überhaupt nicht mag, dieses Hörspiel trifft genau meinen Nerv. Zu uns fand diese CD nur, weil in Sterntau-Au ein Buchladen seine Pforten für immer schloss und diverse Dinge zu einem Spottpreis verkauft wurden. “Herr Röslein” lag da so ziemlich einsam im Regal herum und Frau Sterntau hatte ein Einsehen. Niemand sollte einsam sein. Seither lauschen wir regelmäßig dieser wunderbar schwurbelig, fantastischen Geschichte und während sich Herr Zwerg an manchen Stellen schier kaputtlacht, fröne ich den tollen Sprecherstimmen. Kennen Sie z.B. Jürgen Thormann? Auf Anhieb sicher nicht, schauen Sie mal hier und hören Sie zu, dann kennen Sie ihn sofort. Dieser Mann hat eine tolle Stimme. Ich liebe Menschen mit schönen Stimmen abgöttisch. Herr Thormann ist Herr Röslein und das macht er gar wunderbar.

Nach einem vorzüglich langsamen Frühstück widmete sich Herr Zwerg einem weiteren Bauwerk aus Lego – momentan sprüht er nur so vor Ideen, baut mehrmals täglich etwas Neues, uiuiui – während ich den Bügelkorb zur völligen Entleerung nötigte.

Zwischendrin klingelt Frau Gelbblau und bringt ein Päckchen aus dem Norden ins Haus Sterntau. Ooooh, was für eine Überraschung ♥

Danke, du Liebe! Ich freue mich so so so. Und dreimal darfst du raten, wer die Karte sofort adoptiert hat. Und, erwähnte ich schon, wie toll die Menschen aus Kleinbloggersdorf sind? Ich wiederhole mich gern.

Und für alle Winterhasser habe ich noch ein kleines Extraschmankerl – heute morgen zeigte das Thermometer hier -13°C. Schön, nicht wahr? :lol:
 

Menschen sind Menschen durch ihre Mitmenschen.

::Aus Afrika::

 

 

Spuren hinterlassen

2010 Februar 8
von Frau Sterntau

Wissen Sie, was im Winter auch so eine wunderbare Angelegenheit ist? Man kann überall Spuren hinterlassen und kann fortwährend die Spuren anderer betrachten. Menschen und Tiere hinterlassen im Schnee überall und pausenlos Spuren. Kleine Schuhe tapsen neben großen her, der Hund neben seinem Herrchen und manchmal auch ein Vögelchen auf der Suche nach Futter.

Und letztens erst bekam ich besonders herzliche Grüße übermittelt. Ist das nicht spannend?

*****

Es ist wieder knackig kalt in Sterntau-Au. Aber wir waren heute ganz mutig mit unseren Näschen an der frischen Luft. Dick eingemummelt sind wir ein bisschen durch die Stadt gelaufen. Als wir nach Hause kamen, haben wir heiße Schokolade genossen. Oh, die hat so viel besser geschmeckt, als sonst, ich schwöre.

*****

Herr Zwerg plagt sich schon wieder mit Wachstumsschmerzen herum. Seufz. Er scheint also wieder in die Länge zu schießen. Schon wieder? Ich bin wirklich gespannt, wo der kleine/große Mann noch hinwill, er ist doch erst acht Jahre alt.

*****

Psst, ich genieße unsere Ferien. Mich kann momentan nicht einmal Familie Ewiglaut, die unter uns von früh bis spät herumlärmen, auf die Palme bringen. Nene, ich bin ganz entspannt im Hier und Jetzt.
 

Steige hinab in deinen inneren Menschen und sieh, ob du dort Spuren einer Seele findest!

::Thomas Carlyle::

 

 

(Lieblings)Bücherstöckchen

2010 Februar 7
von Frau Sterntau

Bei den Fanta5 lief mir ein sympathisches Stöckchen über den Weg, bei dem ich mich gern beteilige, geht es doch um Bücher.

Aufgeführt sind die 100 (angeblich) beliebtesten Bücher. Alle Bücher, die ich irgendwann ein- oder mehrmals gelesen habe, sind fett markiert. Erweitern möchte ich mit kursiver Markierung um jene Bücher, die ich gern noch lesen möchte.

1. Der Herr der Ringe, JRR Tolkien

2. Die Bibel

3. Die Säulen der Erde, Ken Follett

4. Das Parfum, Patrick Süskind

5. Der kleine Prinz, Antoine de Saint-Exupéry

6. Buddenbrooks, Thomas Mann

7. Der Medicus, Noah Gordon

8. Der Alchimist, Paulo Coelho

9. Harry Potter und der Stein der Weisen, JK Rowling

10. Die Päpstin, Donna W. Cross

11. Tintenherz, Cornelia Funke

12. Feuer und Stein, Diana Gabaldon

13. Das Geisterhaus, Isabel Allende

14. Der Vorleser, Bernhard Schlink

15. Faust, Johann Wolfgang von Goethe

16. Der Schatten des Windes, Carlos Ruiz Zafón

17. Stolz und Vorurteil, Jane Austen

18. Der Name der Rose, Umberto Eco

19. Illuminati, Dan Brown

20. Effi Briest, Theodor Fontane

21. Harry Potter und der Orden des Phönix, JK Rowling

22. Der Zauberberg, Thomas Mann

23. Vom Winde verweht, Margaret Mitchell

24. Siddharta, Hermann Hesse

25. Die Entdeckung des Himmels, Harry Mulisch

26. Die unendliche Geschichte, Michael Ende

27. Das verborgene Wort, Ulla Hahn

28. Die Asche meiner Mutter, Frank McCourt

29. Narziss und Goldmund, Hermann Hesse

30. Die Nebel von Avalon, Marion Zimmer Bradley

31. Deutschstunde, Siegfried Lenz

32. Die Glut, Sándor Márai

33. Homo faber, Max Frisch

34. Die Entdeckung der Langsamkeit, Sten Nadolny

35. Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins, Milan Kundera

36. Hundert Jahre Einsamkeit, Gabriel Garcia Márquez

37. Owen Meany, John Irving

38. Sofies Welt, Jostein Gaarder

39. Per Anhalter durch die Galaxis, Douglas Adams

40. Die Wand, Marlen Haushofer

41. Gottes Werk und Teufels Beitrag, John Irving

42. Die Liebe in den Zeiten der Cholera, Gabriel Garcia Márquez

43. Der Stechlin, Theodor Fontane

44. Der Steppenwolf, Hermann Hesse

45. Wer die Nachtigall stört, Harper Lee

46. Joseph und seine Brüder, Thomas Mann

47. Der Laden, Erwin Strittmatter

48. Die Blechtrommel, Günter Grass

49. Im Westen nichts Neues, Erich Maria Remarque

50. Der Schwarm, Frank Schätzing

51. Wie ein einziger Tag, Nicholas Sparks

52. Harry Potter und der Gefangene von Askaban, JK Rowling

53. Momo, Michael Ende

54. Jahrestage, Uwe Johnson

55. Traumfänger, Marlo Morgan

56. Der Fänger im Roggen, Jerome David Salinger

57. Sakrileg, Dan Brown

58. Krabat, Otfried Preußler

59. Pippi Langstrumpf, Astrid Lindgren

60. Wüstenblume, Waris Dirie

61. Geh, wohin dein Herz dich trägt, Susanna Tamaro

62. Hannas Töchter, Marianne Fredriksson

63. Mittsommermord, Henning Mankell

64. Die Rückkehr des Tanzlehrers, Henning Mankell

65. Das Hotel New Hampshire, John Irving

66. Krieg und Frieden, Leo N. Tolstoi

67. Das Glasperlenspiel, Hermann Hesse

68. Die Muschelsucher, Rosamunde Pilcher

69. Harry Potter und der Feuerkelch, JK Rowling

70. Tagebuch, Anne Frank

71. Salz auf unserer Haut, Benoîte Groult

72. Jauche und Levkojen , Christine Brückner

73. Die Korrekturen, Jonathan Franzen

74. Die weiße Massai, Corinne Hofmann

75. Was ich liebte, Siri Hustvedt

76. Die 13 1/2 Leben des Käpt’n Blaubär, Walter Moers

77. Das Lächeln der Fortuna, Rebecca Gablé

78. Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran, Eric-Emmanuel Schmitt

79. Winnetou, Karl May

80. Désirée, Annemarie Selinko

81. Nirgendwo in Afrika, Stefanie Zweig

82. Garp und wie er die Welt sah, John Irving

83. Die Sturmhöhe, Emily Brontë

84. P.S. Ich liebe Dich, Cecilia Ahern

85. 1984, George Orwell

86. Mondscheintarif, Ildiko von Kürthy

87. Paula, Isabel Allende

88. Solange du da bist, Marc Levy

89. Es muss nicht immer Kaviar sein, Johannes Mario Simmel

90. Veronika beschließt zu sterben, Paulo Coelho

91. Der Chronist der Winde, Henning Mankell

92. Der Meister und Margarita, Michail Bulgakow

93. Schachnovelle, Stefan Zweig

94. Tadellöser & Wolff, Walter Kempowski

95. Anna Karenina, Leo N. Tolstoi

96. Schuld und Sühne, Fjodor Dostojewski

97. Der Graf von Monte Christo, Alexandre Dumas

98. Der Puppenspieler, Tanja Kinkel

99. Jane Eyre, Charlotte Brontë

100. Rote Sonne, schwarzes Land, Barbara Wood

Was sagt das denn jetzt über mich aus?

Wer mag, kann gern mitmachen.
 

 

Auch der Winter ist schön

2010 Februar 7
von Frau Sterntau

Ich weiß, vielen fällt es momentan sehr schwer, dem zähen Winter etwas Gutes abzugewinnen. Sie sehnen sich nach dem Frühling, nach Sonne und Wärme. Und glauben Sie mir, manchmal geht es mir nicht wesentlich anders. Aber bevor wir einen milden, grünen Frühling genießen können, brauchen wir diesen Winter. Wir leben in Breitengraden mit (meistens) vier Jahreszeiten und jetzt ist offiziell Winter, der bekanntermaßen gern mit Kälte und Schnee einhergeht. Nachdem ich nun seit Jahren schon täglich und bei jedem Wetter laufe was das Zeug hält, versuche ich, jedem Wetter etwas Positives abzugewinnen.
Eisige Kälte macht, das wir den Frühling mehr genießen.
Schnee bedeckt den Boden und alle Pflanzen und bringt sie wohlbehütet durch den Winter.
Regen nährt die Pflanzen und Bäume.
Sturm und Gewitter bereinigen die Flure.
Und mal ehrlich, lassen wir uns doch nicht den Tag vermiesen mit dem Ärger über das Wetter, was wir sowieso nicht ändern können.

Ich freue mich, weil ich bei der Kälte draußen, drinnen wunderbare Gratins auf den Tisch bringen kann. Im Sommer werfe ich den Ofen nicht so gern an, da ist es sowieso schon warm und der Sinn steht mehr nach leichten Gerichten.
Mein Grund heute, den Winter zu lieben:

Appenzeller-Gnocchi-Auflauf


Sie können es sich gemütlich machen, Tee trinken, leckeres Essen genießen und abends bei Kerzenschein den Tag ausklingen lassen. Sie können lesen, Handarbeiten nachgehen, durch den Schnee schlendern und nach Hause kommen und heiße Schokolade trinken.
Der Winter ist schön, glauben Sie mir.
Und wir brauchen den Winter, damit der Frühling kommen kann.
Es ist eigentlich ganz einfach, oder?
 

In jedem Winter steckt ein zitternder Frühling, und hinter dem Schleier jeder Nacht verbirgt sich ein lächelnder Morgen.

::Khalil Gibran::

 

 

Vorgefühl

2010 Februar 6
von Frau Sterntau


 

Es ist ein Schnee gefallen,
hat alles Graue zugedeckt,
die Bäume nur gen Himmel nicht;
bald trinkt den Schnee das Sonnenlicht,
dann wird das alles blühen,
was in der harten Krume jetzt
kaum Wurzeln streckt.

::Richard Fedor Leopold Dehmel::

 

 

zeitlich betrachtet

2010 Februar 5
von Frau Sterntau

Um genau 8 Uhr 19 Minuten und 23 Sekunden befand sich an diesem Freitag dem 05. Februar des Jahres 2010 eine gewisse Frau Sterntau auf gleicher Höhe mit einem dieser typischen Bürgerhäuser – vis-à-vis steht das “Klugscheißer-Aquarium” auf dem Stadtring – als sich ein Kleintransporter eines Gas-Wasser-Scheibenkleister-Installateurs nähert. Frau Sterntau ist mit dem matschigen Geläuf beschäftigt und bemerkt das flotte Tempo eben jenes Transporters nicht. Der Fahrer muss Frau Sterntau gesehen haben, denn nirgendwo auf dieser kleinen Straße befindet sich zu diesem Zeitpunkt ein weiteres Fahrzeug bzw. andere Menschen. Nachdem der Kleintransporter Frau Sterntau passiert hatte, stand diese erschrocken und wütend zugleich fassungslos und pitschnass am Straßenrand. Da Frau Sterntau eine Dame mit Manieren ist und niemals auf der Straße herumfluchen würde, hat sie dem Fahrer gedanklich eine geklatscht.

Um 8 Uhr 42 Minuten und 27 Sekunden nimmt Frau Sterntau im Gang des Landratsamtes Platz und beobachtet die Heerscharen vorbeiziehender Menschen. Ein Aktenschrank wird angeliefert. Auf einem Skateboard für Möbel wird er in östlicher Richtung durch den Gang geschoben, um am anderen Ende erstmal auf verschlossene Türen zu treffen. Es gibt freundliche und sehr unfreundliche Menschen in diesem Amt. Die meisten der Vorbeiziehenden grüßen freundlich, manchen will das an diesem Morgen gar nicht gelingen.

Um 10 Uhr 2 Minuten und 37 Sekunden sitzt Frau Sterntau im Bus, den sie sich heute zur Feier des Tages und ob der akuten Müdigkeit gönnt, als plötzlich aus dem Nichts ein silberfarbenes Auto dem Bus in südlicher Richtung die Vorfahrt nehmen möchte. Der Busfahrer bremst abrupt und Frau Sterntaus Herz hüpft eine Etage tiefer. Das Auto entkommt einem Zusammenstoß und seine Insassen erholen sich bestimmt noch morgen von dem Schrecken.

Keine 5 Minuten später, nämlich um 10 Uhr 6 Minuten und 18 Minuten zeigt eine junge Dame suizidales Verhalten und möchte bei Rot eine Fußgängerampel überqueren, als just im gleichen Augenblick Frau Sterntaus Bus anfährt. Wieder bremst der Bus abrupt, Frau Sterntaus Herz ist mittlerweile in den Schuhen angekommen. Die junge Dame zieht sich schuldbewusst auf den Gehsteig zurück.

Die Uhr zeigt 10 Uhr 27 Minuten und 49 Minuten als Frau Sterntau zu Hause ankommt und beschließt, sie wird heute unter keinen Umständen mehr das Haus verlassen.
 

Im Prinzip bin ich ja nicht abergläubisch, aber wenn wir heute Freitag den 13. hätten, käme ich doch lieber ein andermal wieder.

::Alexander Sergejewitsch Puschkin::

 

 

Erstens kommt es immer anders,

2010 Februar 5
von Frau Sterntau

als man zweitens denkt.

Es ist Freitag und nach einer weiteren schlaflosen Nacht und einem nervenaufreibenden Morgen habe ich mir die dringlichsten Probleme vom Hals geschafft. Gut, ich werde es wohl niemals schaffen, völlig problemlos zu sein, wäre wohl auch langweilig. Aber das, was mir den Schlaf raubte und die letzten Energien abzapfte, ist jetzt vom Tisch. Ich befürchte, der plumpsende Stein, der von meinem Herzen fiel, war bundesweit zu hören.

Aber, so ein bisschen der Reihe nach…
 
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Ich

2010 Februar 3
von Frau Sterntau

habe jede Menge Sorgen am Hals.
Nein, ich werde diese hier nicht ausbreiten, sondern mit mir selbst austragen.

Ich brauche eine Pause.
Irgendwann komme ich wieder, wenn sich der Staub gelegt und hoffentlich wieder Stille eingekehrt ist.
Ich habe nicht soviel Kraft und mein Kopf ist momentan zu voll, als dass ich hier und anderswo dem frohen Leben frönen könnte.

Vielleicht haben Sie Verständnis, vielleicht auch nicht.
Auf bald.
 

 

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2010 Januar 27
von Frau Sterntau

Wegen Krankheit und diversem Stress so vorerst geschlossen!